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Reisebericht: Gran Canaria mit Baby

Die erste Flugreise mit einem Säugling

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Kurzvorstellung der Gastautorin

Heute habe ich einen Reisebericht von Leserin Alexandra für dich. Sie ist meinem Aufruf nachgekommen und beschreibt ihren ersten Familienurlaub mit Baby. Ist man ohne Kind in der Wahl seiner Ziele und der Art seines Urlaubs ziemlich frei, so gilt es doch einiges zu beachten, wenn es das erste Mal mit dem wenige Monate alten Nachwuchs los geht. Einige dieser Aspekte und die Kosten für diese Individualreise werden in diesem Artikel behandelt.

  

Meine heutige Gastautorin liebt Reisen, sei es in die Ferne oder ganz in der Nähe – Deutschland findet sie auch ein fantastisches Reiseland. Gemeinsam mit ihrem Mann und seit einem Jahr eben auch mit dem Nachwuchs sind sie begeisterte Reisende und mögen besonders gerne die Natur und Entspannung. Klassische Städtereisen haben sie seit einiger Zeit hinter sich gelassen…

 

Ich übergebe an dieser Stelle an Alexandra und wir begeben uns nun auf die Kanaren :)

 

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Gran Canaria mit Baby – oder „Sonne tanken“ mal ganz anders…

Mein Mann und ich – beide Mitte Dreißig – sind eigentlich die Marke

Campen und Luxus Reisende. Wir kombinieren gerne das Zelt mit ein paar sehr schönen und besonderen Unterkünften.

 

Wir ersparen uns diese Unterkünfte durch das Zelten somit quasi im Urlaub. Insbesondere in Namibia, Kenia, Tansania und Australien haben wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

 

Zelten ist fantastisch und bringt einem die Natur noch näher, allerdings empfinden wir es auch als sehr angenehm, ein paar Tage in einer schönen Unterkunft mit allen Annehmlichkeiten zu relaxen.

 

Wir sind bisher meist zu zweit oder in Kleingruppen mit Freunden oder anderen Gleichgesinnten unterwegs gewesen. Jetzt haben wir jedoch

ein Baby und uns somit gefragt, wie wir unserem Bedürfnis nach Urlaub und Erholung am besten nachkommen können. Zelten erschien uns für den Moment etwas zu kompliziert…

 

 

Wie kam es also zu Gran Canaria?

Eigentlich fahren wir ja seit Jahren im Februar mit einem befreundeten Pärchen in den Skiurlaub – aber was macht man da mit einem Baby!???

 

Also war kurzum die Idee geboren, dass wir ja mal in die Sonne fliegen könnten. Für den ersten Flug mit Baby wollten wir uns jetzt nichts wahnsinnig Weites antun und es sollte auch kein Risiko bezüglich

Krankheiten geben.

 

Ich hatte dann auf Urlaubsguru ein super Angebot für knapp

500 EUR gesehen: 5* Ressort, incl. HP und Flug  – auf den Kanaren.

 

Na gut, hört sich erstmal super an! Einmal Rentnerparadies und zurück…

Dann fingen die Bedenken an:

 

  • Was machen wir mit dem Baby, wenn wir z.B. am Abend im Hotel Essen wollen?
  • Was machen wir mit dem Baby, wenn wir noch NACH 19:00im gemeinsamen Zimmer chillen (keine Unterhaltung/ TV möglich) wollen?
  • Was machen wir, wenn das Babyphone keine ausreichende Reichweite im Hotel hat, nicht funktioniert, was auch immer…

 

 

Es erschien uns auf einmal ziemlich kompliziert mit Baby einfach so in ein Hotel zu gehen…

 

Gemeinsam mit unseren Freunden, die auch ein Baby haben, haben wir dann überlegt, was für uns praktikabel wäre. Wir hatten dann die

glorreiche Idee ein gemeinsames Apartment in einem Hotel zu nehmen (was übrigens beim Skifahren gegangen wäre…) in dem wir uns auch zur Not selbst versorgen könnten. Das würde auch das Problem lösen, dass die Halb-Pension zumeist nur mit Abendessen und nicht mit Mittagessen angeboten wird.

 

Gesagt gesucht… aber leider nicht gefunden, zumindest nicht zu einem Preis, den wir bereit waren zu zahlen.

 

 

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Also weiter ging es mit den Überlegungen… Wir haben uns dann erstmalig für die Variante Ferienhaus entschieden. Da wir den Anspruch hatten uns nicht allzu sehr auf den Keks zu gehen mit unseren Babys,

unterschiedlichen Schlafenszeiten, etc. haben wir uns für eine „großzügige-Haus“ Lösung entschieden.

 

2 Schlafzimmer, 2 Bäder, Wohnzimmer mit direkt angeschlossenem Garten, Pool, Grill und natürlich Spülmaschine und Waschmaschine. Das alles hat natürlich seinen Preis. War aber für einen gechillten Urlaub essentiell. Dieses Ferienhaus ist es dann geworden.

 

 

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Fliegen mit dem Zwerg

Wir haben ein günstiges Angebot bei Condor gefunden: 2 Plätze buchen, aber die ganze Reihe haben. Das wäre mit Baby fantastisch gewesen.

 

Leider haben wir nicht sofort zugeschlagen, sondern später nochmal geschaut, das war fatal. Danach mussten wir den gleichen Preis für zwei

normale Economy Plätze zahlen. Also merke, wer mit Baby bucht, der sollte bei so etwas sofort zuschlagen!

 

Falls man einen eigenen Platz für das Baby bucht (den man natürlich auch zahlen muss…), dann kann man seinen Maxi Cosi (sollte dieser einer der wenigen für Flugzeuge zugelassenen entsprechen) mit ins

Flugzeug nehmen und Baby darin festschnallen.

 

Achtung, das geht nicht, wenn man z.B. die o.g. Sitzreihe bucht, da man ja den Platz nicht extra bezahlt… KOMPLIZIERT!

 

Bei Condor bezahlt man für das Baby auf dem Schoß (wird mit einem separaten Gurt an Papa oder Mama festgegurtet) quasi nichts extra (10 EUR grob bei unserem Flug).

 

Unsere Flüge haben in der Hauptsaison bei kurzfristiger Buchung 155 EUR pro Person gekostet. Geht sicher günstiger…

 

Man darf für das Baby separates Gepäck und bis zu drei Teile

Sondergepäck (z.B. Maxi Cosi, Kinderwagen und Reisebett) einchecken. Und außerdem ein separates Stück Handgepäck mitnehmen. Das ist natürlich extrem komfortabel. Problem ist, dass man so viel zu zweit gar nicht schleppen kann.

 

Wie funktioniert das jetzt also alles mit Baby?

 

  1. Lass Dich nicht veräppeln à der Kinderwagen darf mit zum Gate! Nicht als Sondergepäck einchecken. Das macht Dir den Weg dahinangenehmer und der Kinderwagen wird nicht allzu ramponiert, da er erst am Schluss ins Flugzeug kommt. Das war auf Gran Canaria überhaupt kein Problem. Da gab es sogar eine Fast Lane für Familien. München hinkt da doch deutlich hinterher.
  2. Lieber den Maxi Cosi aufgeben, der ist zwar auch Sondergepäck, ist aber viel besser handelbar und somit weniger ramponiert
  3. Immer die Trage als Fallbacklösung mitnehmen. Hilft im Flugzeug, wenn Baby nicht schläft, hilft auf dem Weg bis zum Flugzeug!
  4. Genug zu trinken und zu Essen für Baby mitnehmen. Darf alles auch mit durch die Sicherheitskontrollen, natürlich in den schönen kleinen Plastikbeuteln.
  5. Stillen in der Economy macht keinen Spaß! Wenn Baby schon etwas länger/größer ist, ist es auch logistisch eine Herausforderung. Also unbedingt den mittleren Platz dafür in Petto haben, damit Baby nicht halb im Gang hängt oder sich am Fenster stößt!
  6. Am besten sind natürlich die Plätze in der Mitte und am Gang, da man naturgemäß häufig aufstehen muss. Es wäre am praktischsten ganz vorne oder hinten bei den Toiletten zu sitzen, da man da noch ein wenig mehr Platz zum Stehen/ Bewegen hat, falls der kleine Racker nicht anders schläft.
  7. Beim Start und bei der Landung soll dem empfindlichen Baby nuckeln, trinken und prophylaktisch abschwellende Baby Nasentropfen helfen. Unser Baby hat nichts davon gebraucht. Stillen mit dem Gurt am Baby ist auch eine logistische Herausforderung. Also am besten Fläschchen dabei haben, falls Baby für den Druckausgleich trinken muss.

 

Fazit zum Transport

Condor ist empfehlenswert für den Flug mit Baby, die Bedingungen sind in Ordnung, das Personal an Bord war sehr zuvorkommend und wir

hatten in Summe einen unbeschwerten Flug.

 

Wir haben beim Hinflug nicht hart genug darauf bestanden den Kinderwagen mitzunehmen, das war etwas ärgerlich, da dieser durch den Transport über die Bänder jetzt ein paar Macken mehr hat.

 

Außerdem mussten wir das Baby natürlich den ganzen Weg tragen/auf dem Schoß haben.

 

In Summe lässt sich das aber alles sehr gut machen – vor dem Fliegen mit Baby sollte man keine Angst haben! Lästige Fragen oder Kommentare von Passagieren einfach ignorieren. Die waren auch alle mal klein und konnten sich nur über Geschrei bemerkbar machen ;)

 

Wir hatten uns gemeinsam mit unseren Freunden einen Wagen bei billigermietwagen.de* mit 15% Gutschein gemietet, da wir dachten, dass wir den einen oder anderen Ausflug machen wollen. Dem war dann ja nicht wirklich so…

 

Hier hätte es sich also gelohnt einfach ein Taxi zur Unterkunft und zurück zu nehmen, das wäre sicher günstiger gewesen.

 

 

Vor Ort

Wir haben dann ganz auf Selbstversorgung gesetzt, was sich sehr gut machen ließ. Insbesondere den Grill, die Spülmaschine und die

Waschmaschine (babybedingt) haben wir sehr viel genutzt –hat sich also alles schon mal gelohnt.

 

Wir haben ausschließlich im kleinen SPAR-Supermarkt an der

Ferienanlage eingekauft, was in Summe ca. 15% teurer ist als hier bei Aldi und Co. Einzukaufen, da wir aber nicht auswärts Essen gegangen sind, haben wir das locker wieder reingeholt.

 

Vor Ort haben wir es dann lediglich einmal nach Las Palomas zu den Dünen geschafft. Diese Attraktion ist in der Tat sehr schön. Also die

Dünen, der Ort an und für sich ist wirklich MIST!

Ganz schreckliches Touriparadies. Auf jeden Fall meiden!

 

Es reicht also völlig einen schönen Spaziergang am Meer und durch die Dünen zu machen. Achtung unbedingt für Baby was Warmes einpacken. Der Wind pustet ganz schön.

 

Ganz besonders praktisch sind diese z.B. diese wundervollen Bauwollmützen mit Schirm und Öhrchen. Die wärmen, schützen vor Sonne und passen sich wundervoll Babys Köpfchen an.

 

Die restlichen Tage vor Ort haben wir einfach zum Chillen gebraucht!

 

 

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Fazit zum Urlaub

Die eine Woche Gran Canaria mit Baby und Freunden mit Baby war fantastisch! Wir haben uns in einem Haus mit superschönem Garten und genug Schattenplätzen für Baby gut erholt, im eiskalten Winter 2016/2017 bei super Wetter Sonne und Wärme getankt und auch schöne Abende unter Erwachsenen gehabt.

 

Das ging vor allen Dingen deswegen, da wir unsere Kleinen in den Zimmern direkt am Garten sogar ganz ohne Babyphone in Reichweite hatten. Trägt vor allem zu Mamas Entspannung bei!

 

Insgesamt haben wir für den Urlaub zu Dritt ca.

  • 300 EUR Flug
  • 750 EUR Haus
  • 200 EUR Essen, Getränke, Benzin
  • 220 EUR Auto
  • also SummaSummarum: 1490 EUR gezahlt

 

Was wir beim nächsten Mal anders machen würden

  • Das Haus mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis unabhängig von der Insel aussuchen, jedoch weiterhin auf die Lage vor Ort achten und für das Winter-Hide-Away die sonnigste und windärmste Seite der Insel aussuchen. Für ein oder zwei Ausflüge bieten alle Insel genug zu sehen!
  • Mindestens 10 Tage vor Ort sein, kaum hat man sich akklimatisiert und Baby sich an alles Neue gewöhnt, muss man schon wieder los zum Flughafen.
  • Taxi nehmen, statt Auto mieten, es sei denn man wirklich was unternehmen!
  • So früh wie möglich buchen!!!

 

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Das Haus können wir uneingeschränkt empfehlen. Es würden sogar noch 1- 2 Personen mehr mitkommen können, allerdings wäre es dann doch etwas voller und der Luxus des eigenen Bades wäre nicht mehr gegeben.

 

Die Ferienanlage war sehr gepflegt und es gab auch einige Möglichkeiten spazieren zu gehen. Das Meer/ Strand in der Nähe ist nicht wirklich schön, da es uns dahin mit Baby sowieso nicht gezogen hat, war uns das egal.

 

Alle Bilder © Alexandra privat.

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freaky finance empfiehlt:

Erfahre, welche Highlights du neben den gewaltigen Sanddünen von Maspalomas und dem grandiosen Ausblick von Gran Canarias Wahrzeichen, dem Roque Nublo, nicht verpassen darfst, wo du mit Blick auf Drachenbäume und Palmen einen café con leche genießen und wo du den wohl kuriosesten Käse Spaniens bekommst. Die Insider-Tipps der Koautorin lassen dich Gran Canaria individuell und authentisch erleben und mit den Low-Budget-Tipps sparst du bares Geld.

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Und du so?

Warst du auch schon mal auf Gran Canaria? Was waren deine Highlights? Oder hast du dort vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht? Was kannst du uns vielleicht über eine Reise mit einem Baby verraten?

 

Versuchst du deine Urlaubskosten gering zu halten? Oder darf die schönste Zeit im Jahr auch ruhig mal ein bisschen mehr kosten?

 

Wir freuen uns auf deine Kommentare!

Checke auch die anderen Beiträge aus dieser Reihe :)

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Julia Finblogleserin (Dienstag, 18 Juli 2017 13:45)

    Hallo Alexandra und Vincent,
    toller Artikel, informativ und für Leute mit Baby wirklich praktische Tipps dabei! Ich habe zwei hochschwangere Freundinnen und eine gute Bekannte mit drei kleinen Kindern, alle reisen gerne - denen werde ich den Link zum Artikel gleich zukommen lassen - das wäre dann wohl für eine Reise kommenden Winter oder nächstes Jahr :)
    Vincent, das ist wirklich eine sehr abwechslungsreiche Artikelserie bisher, top!

  • #2

    Vincent (Dienstag, 18 Juli 2017 13:53)

    Hallo Julia,
    vielen Dank für das Feedback. Es freut mich wirklich, dass die Serie so gut ankommt. Toll auch, dass du den Artikel direkt an Leute weiterleitest, für das in naher Zukunft relevant wird. Ich finde es ganz toll, dass Alexandra und ihr Mann auch mit dem Nachwuchs verreist sind und sich nicht davon abschrecken liessen, dass es doch etwas anderes ist als ohne Zwerg. Sie liefert hier denke ich wirklich interessante Erfahrungswerte und insgesamt ist es naürlich am Ende kein großes Ding mit einem Säugling in den Urlaub zu fliegen. Es wäre schön, wenn der Artikel ein paar Bedenken nehmen kann.

    Ich habe bereits zahlreiche weitere Einsendungen für die Serie erhalten. Es gibt weitere spannende Ziele unter anderem auch von bekannten Finanzbloggern. Es lohnt sich also die Serie weiter zu verfolgen :)

    Beste Grüße
    Vincent

  • #3

    Alex (Mittwoch, 19 Juli 2017 16:24)

    Hi Julia,
    freut mich, dass Dir der Artikel gefällt! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht den Arikel zu schreiben.
    Super cool, dass hoffentlich ein paar andere Familien von unseren Erkenntnissen profitieren können.

    lg,
    Alex