Neobroker-Vergleich 2021: Trade Republic vs. Scalable Capital vs. Smartbroker

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Meine Erfahrung mit den drei Neobrokern

Du bist auf der Suche nach einem Broker, bei dem du kostengünstig handeln kannst und gleichzeitig das richtige Angebot findest? Du willst einen ehrlichen Erfahrungsbericht und keine bezahlten Werbe-Vergleiche? Dann habe ich hier eine tolle Übersicht für dich.

 

Seit 2019 mit Trade Republic der erste “echte” Neobroker in Deutschland gestartet ist, wird diese neue Möglichkeit der Depoteröffnung zunehmend beliebter. Spätestens der jüngste Börsenboom nach dem Corona-Crash hat dazu geführt, dass immer mehr Wertpapiere über immer mehr Lowcost-Depots gehandelt werden. Grund genug für mich, einige davon genauer unter die Lupe zu nehmen und über Monate hinweg persönlich zu testen. Das Ergebnis: Der wohl umfassendste Vergleich von Trade Republic mit Smartbroker und Scalable Capital im Netz.

 

Falls du lieber schnell eine anschauliche, kompakte Übersicht der drei Anbieter sehen möchtest: Scrolle einfach direkt zum Seitenende. Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß und eine informative Lektüre der detaillierten Analyse:

Was macht den Neobroker eigentlich zum Neobroker?

Meine erste Aktie habe ich noch von einem Bankberater kaufen lassen. Nach einem persönlichen Beratungsgespräch gab dieser die Order auf und ein paar Tage später erhielt ich Nachricht über die Einbuchung in meinem Depot. Kaum noch vorstellbar, oder?

 

Durch den Online-Handel wurde diese Form des Wertpapierkaufs weitgehend abgelöst. Die Flexibilität, Eigenständigkeit und Geschwindigkeit bei der Geldanlage sind spätestens mit Einführung der Direktbanken, wie z. B. Comdirect (zur Comdirect*) und Consorsbank (zur Consorsbank*) um die Jahrtausendwende bereits deutlich gestiegen.

 

Geblieben sind aus heutiger Sicht relativ hohe Ordergebühren, die kann schnell mal 10 - 15 Euro schon für eine kleinere Transaktion betragen. Unter 1.500 Euro macht eine Einzelanlage dort daher wenig Freude und man muss häufig lange warten, bis der Kursgewinn die Kosten wieder wettmacht.

 

Und jetzt sind sie da: Die Neobroker. Broker, bei denen das kostengünstige Handeln im Vordergrund steht, gepaart mit einem einfachen Anmeldeprozess sowie für jeden schnell nachvollziehbaren Funktionen und Gebühren.

 

Verzichtet wird dafür auf diverse Zusatzfunktionen, umfangreiche Wertpapierinformationen und Kundenservice. Allerdings klingt “Jede Order nur 1 Euro” auf den ersten Blick verdächtig nach einer Werbebotschaft, an der ein Haken dran sein muss. Kann sich dieses Geschäft für die Anbieter rechnen oder gibt es vielleicht versteckte Kosten auf den zweiten Blick?

 

 

Wie verdienen Neobroker trotz Null- bis Niedrigpreisen Geld?

Oft habe ich gelesen, dass die niedrigen Ordergebühren nur über die tatsächlichen Kosten hinwegtäuschen. Dass Kunden von Neobrokern ungewöhnlich hohe Spreads in Kauf nehmen müssen und damit tendenziell zu teuer einkaufen. Aber das ist Quatsch.

 

Auch bei L&S oder gettex müssen sich die Preise am Markt orientieren. Die Antwort ist viel simpler und doch eine Revolution am Broker-Markt: Nicht der Kunde finanziert die Bank, sondern die Rückvergütung durch die genutzten Handelsplätze. Durch den Fokus auf Exklusivpartner erhalten die Neobroker Rückvergütungen der Börsen für jede durchgeführte Transaktion. Durch Partnerschaften zahlt teilweise zusätzlich der Emittent (z. B. ETF-Anbieter) einen Beitrag oder er verzichtet zumindest auf sonst übliche Gebühren.

 

Die Logik: Durch die niedrigen Orderkosten steigt die Anzahl an Transaktionen und damit der Umsatz für den Neobroker. Diese Einnahmen bei gleichzeitig niedrigen Fixkosten durch das reduzierte Angebot machen das Geschäftsmodell attraktiv. Der Kunde bekommt nur das, was er oder sie bereit ist zu zahlen. Trading ohne Schnickschnack.

 

Die Zielgruppe ist imstande, sich ohne Beratung um die Geldanlage und dafür erforderliche Informationen zu kümmern. Sie will nur eine einfache Möglichkeit, Papiere zu handeln, und das zu einem möglichst niedrigen Preis. Die europäische Einlagensicherung und seriöse Bankpartner reichen als Sicherheit aus. Für mich als leidenschaftlicher und langjähriger Anleger sind das schlagkräftige Argumente, Neobroker zu nutzen. Ich brauche ein Depot, um Wertpapiere zu handeln und zu verwalten. Nicht mehr und nicht weniger. 

 

Dennoch möchte auf dich auf ein Risiko hinweisen, das die Natur des Neobrokers mit sich bringt: Gerade weil es so einfach und günstig ist, in Wertpapiere zu investieren, und gerade weil das teilweise bereits ab 10 Euro Ordervolumen möglich ist, ist die Versuchung groß. Vor allem per App lässt sich schnell mal eine Aktie angucken, von der man gehört oder gelesen hat, und du bist nur einen Klick von einem Kauf entfernt. Das Ganze wirkt so spielerisch, dass du schon mal vergessen kannst, dass es sich hier um dein eigenes, selbst verdientes Geld handelt. Das geht mir genauso. Klar ist mir aber auch, dass ich beim Neobroker nicht Lotto spiele, sondern jede Anlageentscheidung bewusst und auf Basis einer umfangreichen Analyse treffe.

 

Bei Derivaten mit Hebelwirkung ist das natürlich nochmal wichtiger als bei Aktien oder Aktien-ETFs. Je mehr du handelst, desto mehr verdient der Neobroker. Diesen Zusammenhang halte ich mir regelmäßig vor Augen, um meiner Strategie treu zu bleiben. Wenn du das ebenfalls machst, steht der Nutzung aus meiner Sicht eigentlich nichts entgegen. Somit stellt sich die Frage: 

 

Welchen Neobroker kann ich empfehlen?

Der Markt an Neobrokern wächst rasant. Mit Smartbroker, Scalable Capital und Trade Republic fokussiere ich mich hier auf drei relativ etablierte Anbieter, die ich jeweils seit einigen Monaten selbst nutze. Das Gute vorweg: Jeder der drei ist grundsätzlich empfehlenswert.

 

Die EU-Einlagensicherung von 100.000 Euro je Kunde greift hier genau wie bei jeder “klassischen” Bank. Sowieso bezieht sich diese nur auf Cash-Beträge - deine Wertpapiere sind grundsätzlich geschützt, da sie von der Depotbank nur verwahrt werden. Bei einer Pleite der Bank würden sie nicht verloren gehen; das ist vergleichbar mit einem Schließfach, das du noch räumen kannst, bevor die Bankfiliale dicht macht.

 

Alle drei Neobroker im Test bieten außerdem inzwischen einen Depotübertrag an, Freistellungsaufträge und deutsche Steuerabrechnung sind ebenfalls selbstverständlich. Ein kompletter oder teilweise Depotwechsel ist damit problemlos möglich (warum ich dennoch zu mehreren Depots rate, siehst du unten im Fazit).

 

Wichtig ist, dass du dir die jeweiligen Vor- und Nachteile genau anschaust, bevor du dich entscheidest. Der Teufel steckt wie so häufig im Detail, auch wenn alle drei verhältnismäßig offen kommunizieren, was man bekommt und was eben nicht. Folgende Fragen solltest du dir vorweg stellen:

 

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Trade Republic: Ist der erste Neobroker auch der beste?

Trade Republic wurde gegründet, um Neobroker zu sein. Alles bei diesem Anbieter ist darauf ausgerichtet, den Handel von Wertpapieren einfach, intuitiv und preiswert zu gestalten. In der modern designten App stehen Aktien, ETFs und Derivate (über den Partner HSBC, bei dem auch sämtliche Wertpapiere verwahrt werden) zur Auswahl. Anders formuliert: Aktiv gemanagte Fonds suchst du hier vergebens, ebenso Anleihen und die Möglichkeit, am Desktop auf dein Depot zuzugreifen.

 

Dafür bietet Trade Republic eine große Auswahl an ETF-Sparplänen sowie die bisher größte verfügbare Anzahl sparplanfähiger Einzelaktien (ca. 2.500). Und das zur geringsten Mindest-Ordergröße von lediglich 10 Euro und absolut gratis für Sparpläne bzw. zu einer Ordergebühr von nur 1 Euro. Möglich macht das die ausschließliche Abwicklung über Lang & Schwarz Exchange, wodurch auch permanent Echtzeit-Kurse angezeigt werden. Für Einsteiger mit geringerem Anlagevolumen und großem Interesse an langfristigem Vermögensaufbau ist das natürlich perfekt. Die Order-Varianten Market, Limit und Stop sind dafür ebenfalls ausreichend. Erfahrene Anleger profitieren natürlich genauso von den niedrigen Gebühren, vermissen aber vielleicht die Möglichkeit, über den Handelsplatz zu entscheiden oder einen Excel-Abzug des Depots für Analysen herunterzuladen. Grundsolide ist im Hintergrund übrigens die Solarisbank AG aktiv, bei der auch dein Verrechnungskonto geführt wird. 

 

Einen Kritikpunkt will ich aus eigener Erfahrung nicht verheimlichen: Zu starken Handelszeiten kommt es bei Trade Republic immer wieder zu Systemausfällen. Das heißt, wenn Aktien gerade besonders stark steigen oder fallen ist die App teilweise nicht zugänglich. Für einen Buy-and-Hold-Anleger oder Sparpläne ist das wenig relevant, für Intraday-Handel oder erfolgreiches Derivate-Trading jedoch ein Risiko. 

 

Darüber hinaus finde ich es etwas umständlich, dass man auch für Sparpläne aktiv Geld aufs Verrechnungskonto überweisen muss, weil kein Lastschriftmandat eingerichtet werden kann. Allerdings ist das ein Detail, das sich sicher noch ändern wird und das ich für die im Gegenzug gute Sparplanauswahl zum Nulltarif gerne in Kauf nehme. 

 

Ganz neu bietet Trade Republic ein weiteres Argument, das die Vorreiterrolle als Neobroker untermauert: Den Handel von Krypto-Währungen. Zum Start werden Bitcoin, Ethereum, Litecoin sowie Bitcoin Cash angeboten, ebenfalls für 1 Euro pro Trade und wie jedes Wertpapier in der App sichtbar. Die tatsächliche Verwahrung erfolgt bei der in Deutschland ansässigen BitGo Deutschland GmbH. Für mich ein tolles Beispiel dafür, wie viel Bewegung im Brokermarkt ist und wie fokussiert man das Produkt auf die Nutzer ausrichtet.

 

Übrigens: Falls du dich gerne über Trends am Aktienmarkt informierst, bietet Trade Republic noch ein zusätzliches Feature. In der App kannst du ganz einfach die aktuell meist gehandelten Papiere einsehen und über den täglichen Podcast “Ohne Aktien wird schwer” gibt es noch mehr Anlageideen. Letzterer ist auch für Nicht-Kunden über die gängigen Portale abrufbar. Wie immer gilt: Inspiration ist super, eine Kaufentscheidung sollte man aber nicht ausschließlich auf Basis dieser Kurzinformationen treffen. 

 

Für deine Entscheidung in Sachen Broker fasst die folgende Grafik noch einmal alle Highlights zu Trade Republic zusammen.

 

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Wenn dich die Features dieses Neobrokers überzeugt haben gelangst du über diesen Link zur Depoteröffnung:

👉 zu Trade Republic*

 

 

Scalable Capital: Per Flatfee in Aktien, Fonds und mehr investieren?

Scalable Capital ist ebenfalls ein deutsches Startup, war allerdings ursprünglich nur als Robo-Advisor* in der Vermögensverwaltung aktiv. Seit Sommer 2020 gibt es zusätzlich den Scalable Capital Broker, der sich damit positioniert hat, dass sämtliche in Deutschland handelbaren ETFs über ihn erworben werden können. Damit ist Scalable Capital inzwischen nicht mehr alleine, dafür gibt es zusätzlich rund 2.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETNs auf Kryptos (Exhcange Traded Notes, d. h. börsengehandelte Indexfonds auf Währungen) und sparplanfähige ETCs (Exchange Traded Commodities, d. h. börsengehandelte Rohstoffe). Nicht handelbar sind Derivate oder Anleihen. Im Hintergrund agiert die Baader Bank, bei der sowohl das Verrechnungskonto geführt als auch das Depot verwaltet wird.

 

Das Preismodell von Scalable Capital ist zweigeteilt: Im FREE Broker-Modell ist das Depot kostenlos, dafür zahlt man 0,99 Euro je Transaktion über den Partner gettex. Gratis enthalten sind >600 ETFs der Premiumpartner (DWS Xtrackers, Invesco und iShares) sowie ein weiterer ETF pro Monat, egal ob als Einzelkauf oder im Sparplan. Damit ist man sehr nah an dem, was Trade Republic bietet. Im PRIME Broker zahlst du hingegen 2,99 pro Monat (bei jährlicher Zahlung), dafür entstehen keinerlei weitere Kosten, egal wie viel und welche Produkte du über gettex handelst. Du zahlst also gewissermaßen eine Flatfee auf Wertpapiertransaktionen. Ein Wechsel zwischen den Modellen ist jederzeit möglich. Ebenso der Handel über Xetra, der in beiden Modellen für 3,99 Euro pro Trade + 0,01% Handelsplatzgebühr (mind. 1,50 EUR) als Alternative zur Verfügung steht.

 

Öffentliche Kritik musste Scalable im letzten Herbst einstecken, als die persönlichen Daten von über 30.000 Kunden durch einen ehemaligen Mitarbeiter entwendet und im Darknet zum Verkauf angeboten wurden. Auch für mich persönlich absolut ärgerlich und ein Anfängerfehler. Positiv gesehen hatte dies allerdings die folgerichtige Forcierung der Informationssicherheit zur Folge und Scalable hat entstehende Kosten für Kunden (z. B. Ausstellung eines neuen Personalausweises) sofort beglichen. Leider bleibt dieses Thema bei allen Online-Aktivitäten ein Risiko, wie ja auch aktuell das Telefonnummern-Leck bei Facebook beweist.

 

Ein anderer wichtiger Aspekt im Broker-Vergleich ist die Mindest-Ordergröße, die bei Xetra beliebig ist, bei gettex über Scalable jedoch 250 Euro beträgt. Ursprünglich war Scalable mit 500 Euro an den Markt gegangen, eine weitere Absenkung ist also nicht ausgeschlossen. Sparpläne starten bereits ab 25 Euro, für Aktien und ETFs. Fonds sind bislang nicht sparplanfähig. Mit hoher Frequenz werden neue Features hinzugefügt, der Anspruch, sich im Wettbewerb dauerhaft weit vorne zu etablieren, ist klar zu erkennen. Hilfreich ist da auch das Alleinstellungsmerkmal mit nativer Smartphone-App plus Desktop-Lösung im selben Stil. Weitergehende Informationen zu Wertpapieren sind in beiden Anwendungen Fehlanzeige, ebenso wie der Depot-Download in Excel, was mich persönlich aber nicht stört.

 

Aus meiner Sicht ist der Broker für dich dann interessant, wenn du auf Derivate verzichten kannst und die Mindest-Ordergröße für Einzelkäufe dir nicht zu hoch ist. Ganz nett ist zusätzlich die Möglichkeit, sich über ETNs an die Krypto-Welt heranzutasten, wobei ich das selber nicht nutze, da ich ja bereits seit längerem direkt in Krypto-Währungen investiere. Hauptargument pro Scalable ist für mich die Flatrate, die nach Abzug der monatlichen Gebühr wirklich kostenfreien Handel bedeutet.

 

Auch Scalable bietet mit “Money, Markets & Machines” einen öffentlichen Podcast an, der wöchentlich Inhalte rund um die Geldanlage vermittelt, im Vergleich zu Trade Republic mit weniger Fokus auf einzelne Wertpapiere. 

 

Die relevanten Highlights zu Scalable Capital für deine Broker-Entscheidung fasst die folgende Grafik noch einmal zusammen.

 

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Smartbroker: Umfassendes Angebot zu einem unschlagbaren Preis?

Das erste, was beim Smartbroker ins Auge fällt ist die (noch) fehlende Smartphone-App. Zwar lässt sich der Browser-Zugang auf über mobile Geräte nutzen, der Komfort ist aber nicht vergleichbar mit Trade Republic oder Scalable Capital. Das liegt daran, dass hier kein spezielles Startup hinter steht, sondern eine Marke der wallstreet:online-Gruppe, ein Medienhaus mit Fokus auf Finanzinformationen, in Zusammenarbeit mit der französischen Großbank BNP Paribas. Kleiner Fun Fact am Rande: wallstreet:online hielt bis April 2020 noch eine Minderheitsbeteiligung an Trade Republic, die sie dann für ca. 3,5 Millionen Euro verkauft haben, um sich ganz auf Smartbroker zu konzentrieren.

 

Und der Schulterschluss mit einer der größten Banken Europas hat durchaus Vorteile: Mit in Summe über 50 Handelsplätzen, dem vollen Umfang an Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, ETCs und Derivaten sowie diversen Order-Typen entspricht das Angebot dem, was wir von klassischen (Direkt-)Banken kennen.

 

Auch die Möglichkeit, bis zu 10 Unterdepots anzulegen, ist vorhanden. Das nutze ich selbst beispielsweise, um mein REITs-Trading Depot und das REITs-Dividenden Depot auch separat betrachten zu können. Gleichzeitig will Smartbroker den Neobroker-Markt erobern, weshalb kürzlich Aktiensparpläne eingeführt wurden, sie bisher als einzige gratis Fondssparpläne ermöglichen und sich die Preise auch sonst auf niedrigstem Niveau bewegen.

 

Für die vollständige Übersicht, schau bitte in die Neobroker-Vergleichstabelle. Die Depotführung ist grundsätzlich gratis, wobei das Cash-Guthaben ab einer gewissen Summe und einer Nicht-Investitionsdauer von drei Monaten mit Negativzinsen belegt wird. Aber wir wollen ja investieren, und das geht auch bei Smartbroker richtig gut: Ab einer Anlagesumme von 500 Euro handelst du über gettex gratis, über Lang & Schwarz für 1 Euro pro Trade. Andere deutsche Börsenplätze sind mit 4 Euro Ordergebühr ebenfalls extrem günstig. 

 

Bei Sparplänen ist die Hürde noch geringer, da sind bei ETFs und anderen Fonds bereits 25 Euro als Rate zulässig (für Aktien ab 125 Euro) und der Ausführungs-Rhythmus kann nicht nur monatlich, sondern auch zweimonatlich, viertel- oder halbjährlich gewählt werden. 

 

In Sachen Kosten aufpassen solltest du allenfalls, wenn du gerne in Xetra-Gold investierst: Für die Verwahrung fallen 0,0298 % des Bestandswerts pro Monat (inkl. MwSt.) an. Positiv hingegen ist die Option, Neuemissionen (IPOs) zu zeichnen, was ich bei einem Neobroker nicht unbedingt erwartet hätte. Im Gegensatz zu Trade Republic und Scalable Capital lassen sich bei Smartbroker auch sämtliche Depotwerte zur weiteren Analyse in Excel exportieren. Genauso modern wie bei den anderen wirkt das Social Media Marketing - über Instagram und Co findest du regelmäßig Updates zu den Trades der Community, spannenden Statistiken und Erklärungen von Börsen-Begriffen.

 

Aus meiner Sicht ist das Angebot in seiner Breite wirklich hervorragend, Grafik und Usability der Browser-Ansicht führen allerdings zu deutlichen Abstrichen in der B-Note. Nichtsdestotrotz: Gerade wenn du größere Summen investierst und vielleicht nur ein Depot führen möchtest, ist Smartbroker eine betrachtenswerte Option. Und die mangelnde Verführung durch eine App ist je nach eigenem Spieltrieb vielleicht auch nicht nur als Nachteil zu werten.

 

Für deine eigene Broker-Entscheidung führt die folgende Grafik nochmals alle Highlights zu Smartbroker auf.

 

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Fazit: Es gibt für jeden Kundentyp den richtigen Neobroker

Wie oben angesprochen habe ich alle drei Broker getestet und ich behalte meine Depots auch bei allen bei. Smartbroker besticht durch seine Auswahl an Börsenplätzen, die mir den Kauf fast jeden Titels weltweit möglich machen und das zu attraktiven Konditionen. Trade Republic eignet sich hervorragend, um per ETF- oder Aktien-Sparplan mit wenig Aufwand und zu niedrigen Kosten langfristige Positionen aufzubauen. Scalable Capital schließlich hat durch die Flatfee in der Premium-Variante ein breites Angebot, das mir auch kurzfristigere Trades oder den zeitlich selbstbestimmten Kauf in kleinen Chargen quasi zum Nulltarif bietet. Und nicht zuletzt: Alle drei entwickeln sich ständig weiter, um im Wettbewerb nach vorn zu kommen. Und ich finde es super spannend, diese Entwicklungen direkt mitzuerleben. 

 

Auch unabhängig davon ist es aus meiner Sicht übrigens nicht verkehrt, mehrere Depots zu führen. Solange es nichts kostet, kann ich so für mich das Maximum herausholen. Wenn das Vermögen wächst, gibt es mir trotz aller Sicherheiten auch ein besseres Gefühl, wenn ich das Geld und die Wertpapiere auf mehrere Bankhäuser verteilen kann. Da schadet es auch nicht, neben den Neobrokern noch eine etablierte Direktbank zu nutzen. Diese ermöglicht das Nutzen von Zusatzfunktionen (z. B. Wertpapierinformationen, Risikoanalysen, Musterdepot, Gemeinschafts- oder Juniordepot), hat eine breite Auswahl an Handelsplätzen und das Depot ist in der Regel auch bei starker Handelsaktivität technisch einwandfrei verfügbar. Und was spricht dagegen, günstig bei Neobrokern einzukaufen und die Buy-and-Hold-Positionen anschließend zu einer Direktbank zu übertragen?

 

Aber mal angenommen, du willst erst einmal mit einem Neobroker starten: Wie kannst du abschließend entscheiden, welcher Broker für dich der Beste ist? Erster, wesentlicher Faktor sind sicherlich die Kosten. Die wichtigsten Positionen habe ich dir hier nochmal in der Gegenüberstellung zusammengefasst:

 

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Abseits des Geldes bringt diese Grafik die wichtigsten Unterschiede zwischen den Brokern auf den Punkt:

 

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Die ausführliche Tabelle mit dem Neobroker-Vergleich gibt es hier zum Download. 

 

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PDF zum Download: Neobroker-Vergleich und Entscheidungshilfe
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Hast du den für dich idealen Neobroker finden können? Falls ja, gelangst du über diese Links direkt zur Depoteröffnung bei Scalable Capital*, Smartbroker* oder Trade Republic*.

 

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