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Die (Covered) Call-Falle - Das Problem, wenn Aktienkurse plötzlich explodieren

Mögliche Gefahren bei einem verkauften Covered Call

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Die Idee eines Covered Calls

Über den Optionshandel besteht die Möglichkeit, mit dem eigenen Aktienbestand einen gewissen Cashflow zu generieren - und zwar unabhängig von Dividendeneinnahmen. Diese sind selbstverständlich auch eine solide und zudem sehr passive Einnahmequelle.

 

Zusätzlich oder eben unabhängig von diesen Gewinnausschüttungen (es gibt ja auch viele interessante Aktien, die (noch) keine oder nur eine kleine Dividende bezahlen), nutzen viele Optionshändler noch den aktiveren Ansatz der Covered Calls

 

Die Grundidee des Verkaufs einer gedeckten Verkaufsoption ist folgende:

  • Der Kurs des Underlyings steigt höchstens moderat und zum Ende der Laufzeit nicht über den gewählten Strike
  • Ziel ist es, die Prämie zu kassieren und das Modell dann ständig zu wiederholen. Wenn also eine Call-Option zu meinen Gunsten verfällt, verkaufe ich die nächste und kassiere erneut eine Prämie
  • So ist man in der Lage, einen ständigen Einnahmenstrom (Cashflow) zu erzeugen

 

Selbstverständlich gibt es dabei auch etwas zu beachten. Wie eigentlich immer, wo Vorteile winken, gibt es auch Tücken, die einem die bis hierher schöne Theorie verhageln können.

 

In diesem Artikel möchte ich genau diese Schattenseiten der Covered Call-Strategie beleuchten und auf mögliche Auswege aufmerksam machen.

Die Funktionsweise einer Call-Option

Wo lauern also die Herausforderungen beim Verkauf gedeckter Kaufoptionen?

 

Dafür machen wir uns zunächst einmal bewusst, was im Falle der Ausübung der von mir verkauften Call-Option passieren würde:

Ich muss 100 Aktien zum vereinbarten Strike Preis abgeben. Der Vorteil beim gedeckten Handel ist nun zunächst einmal, dass das bedeutet, dass ich genau diese Aktien auch in ausreichender Stückzahl im Depot habe. Somit ist das eine ziemlich einfache Geschichte: Wenn mein Strike nicht hält, bin ich verpflichtet, die entsprechenden 100 Aktien aus meinem Depot zum vorher vereinbarten (Basis)Preis (= Strike) an den Käufer meines Calls abgeben. Dafür habe ich beim Verkauf der Option eine Prämie erhalten. Siehe oben (Cashflow).

 

Die entscheidende Frage ist doch nun aber, was mich diese 100 Aktien im Einkauf gekostet haben. Denn erst dann lässt sich bestimmen, ob das Ganze ein profitables Geschäft war. Wie immer im Leben sind es gute Voraussetzungen, wenn ich im Einkauf weniger bezahle als im Verkauf. Das stimmt auch hier, wenn wir nur das reine Aktiengeschäft betrachten.

 

Erweitert um unseren verkauften Call müssen wir die erhaltene Prämie in unsere Berechnung mit einbeziehen, da diese Einfluss auf die Verlustschwelle und natürlich das Endergebnis hat.

 

Für ein besseres Verständnis schauen wir uns einmal ein konkretes Beispiel an.

 

 

Beispiel eines Call-Geschäfts

Ich verkaufe einen Call, weil ich dafür eine Prämie erhalte. Ich bin hier also einkommensorientiert unterwegs. Das ist leicht verständlich. Aber wer kauft mir denn nun eigentlich meinen Call ab, und welche Interessen könnten dahinter stecken?

 

Beispielszenario:

Stellen wir uns Aktie XY vor, die aktuell bei 50 USD steht. Der Käufer eines Calls geht von einem Kursanstieg aus, er möchte aber keinesfalls mehr als 53 USD  bezahlen, auch wenn die Aktie plötzlich stark steigt oder wenn er mal einige Tage die Kurse nicht verfolgt. Gleichzeitig begrenzt der Käufer sein Verlustpotenzial auf die von ihm gezahlte Prämie - schließlich könnte die Aktie während der Laufzeit viel stärker an Wert verlieren, als wenn er sie direkt kaufen würde. Er schont somit seine Liquidität, wahrt aber gleichzeitig den Großteil der Chancen im Falle eines Kursanstiegs. Er trägt nur ein bekanntes, selbst festgelegtes und womöglich geringes Verlustrisiko. 

 

Er kauft also eine Call-Option mit Strike 53 USD und Laufzeit 8 Wochen. Dafür bezahlt er mir 40 USD Prämie.

 

Gehen wir einmal die möglichen Szenarien am Ende der Laufzeit durch:

Die Aktie steht unter 53 USD.

Dann bekommt der Käufer keine Aktien von mir, weil sein Limit für die Ausübung nicht erreicht wurde. Ich behalte die Prämie und muss keine Aktien an den Käufer liefern.

 

Die Aktie steht über 53 USD. 

Dann kann der Käufer die Option ausüben, also von seinem Recht Gebrauch machen und die Aktien für 53 USD pro Stück von mir fordern.

Angenommen, die Aktie steht inzwischen bei 57 USD, dann hat der Käufer 100 Aktien für 53 USD von mir erhalten und könnte sie für 57 USD sofort wieder verkaufen. Dann hat er 400 USD Gewinn erzielt, wenn man das reine Aktiengeschäft betrachtet. Hier schließt sich aber der oben angesprochene Kreis, denn wir müssen die bezahlte Prämie von 40 USD berücksichtigen. Diese schmälert den Gewinn etwas, aber es bleiben immer noch 360 USD vor Steuern übrig! Er kann die Aktien natürlich auch behalten, Dividenden kassieren, auf weitere Kurssteigerungen hoffen und Covered Calls auf seine neue Aktien verkaufen. Auch ein Mix aus all diesen Möglichkeiten ist denkbar.

 

Zurück zu mir und damit zur Verkäuferseite. Ich musste nun die 100 Aktien zu 53 USD pro Stück abgeben. War das nun ein gutes Geschäft für mich oder nicht? Ich habe die 40 USD Prämie erhalten, diese gibt mir einen zusätzlichen Puffer und hat meinen Breakeven-Punkt quasi auf 53,40 USD angehoben. Wenn ich die Aktien für einen Kurs unter diesem Preis erworben habe, gehe ich mit einem Gewinn aus dem Geschäft (Aktie + Option) heraus. 

 

Nebenbei bemerkt holen gewiefte Investoren sich die Aktien möglichst über einen Cash Secured Put ins Depot, weil sie die Aktie dann 1. billiger bekommen und 2. auch für den Put bereits eine Prämie kassiert haben. 

 

Aber das ist eine andere Geschichte.

👉 Cash Secured Short Put - Der clevere Weg zur Aktie

 

Das würde in einer Gesamtbetrachtung den Puffer weiter anwachsen lassen! 

 

 

Problem: Wenn der Covered Call Strike unter dem Einstandskurs liegt

Solange der Strike meines Covered Calls also höher als oder gleich wie mein Einstandskurs ist, kann ich faktisch keinen Verlust mit dem Verkauf der Call-Option erleiden. Der Strike kann sogar um die Höhe der Prämie unter dem Einstandskurs gewählt werden, ohne dass ein Verlust aus dem Call entstehen könnte. Soweit, so paradiesisch!

 

Nun haben Kurse es so an sich, dass sie auch mal fallen können. Damit kann eine Konstellation entstehen, dass der aktuelle Kurs deutlich unter dem Einstandskurs notiert und es keine Prämien für Calls mit einem Strike am oder über dem Einstandskurs gibt, weil der Abstand zu groß ist.

 

Dann sehe ich mich der Frage gegenüber, ob ich einen solchen Call auf niedrigem Kursniveau verkaufen sollte oder nicht. Schließlich besteht mit dem Falle der Ausübung die Möglichkeit eines Verlustes, weil ich die Aktien billiger abgeben muss, als ich sie eingekauft habe.

 

Mitunter entscheidet man sich trotzdem für den Verkauf eines Calls. Der Rubel soll schließlich rollen und der Cashflow in Gang gehalten werden! Man hofft also, sich in mehreren Schritten, Call für Call, nach und nach wieder an den Einstandskurs heranzuarbeiten, ohne dass dieser überschritten wird, solange man einen Call mit einem niedrigeren Strike laufen hat. 

 

Hin und wieder kommt es dann aber, wie es kommen muss, und der Kurs macht in kürzester Zeit fröhliche Sprünge nach oben und setzt zu einem Höhenflug an. 

 

 

Paradoxon: Angst vor steigenden Kursen

An der Börse ist es uns unter normalen Umständen ein Fest, steigenden Kursen zuzusehen - jedenfalls wenn wir investiert sind und nicht irgendwelchen Kursen hinterher hecheln und verpasste Einstiege betrauern.

 

Einer der Vorteile beim Handel mit Optionen ist bekanntlich, dass man in jeder Marktphase Geld verdienen kann. Das gilt natürlich auch anders herum, man kann auch bei steigenden Kursen Geld verlieren. Mit einem verkauften Call mit einem Strike unter dem Einstandspreis der entsprechenden Aktien kommen wir in ein solches Verlustszenario, wenn der Kurs den Strike von unten nach oben durchbricht. Dann hoffen wir, dass der Kurs bis zum Verfallstag wieder unter den Strike fällt, damit das Ganze nicht in einem realisierten Verlust endet. 

 

Die große Frage ist nun, was man außer Hoffen noch tun kann. Denn das Prinzip Hoffnung ist zwar an der Börse besonders unter uns Kleinanlegern sehr verbreitet, aber ein ebenso schlechter Ratgeber.

  

Hier nun einige konkrete Handlungsideen. 

 

 

Auswege aus der Covered Call-Falle

Um der Covered Call Falle zu entkommen, sind mir folgende Möglichkeiten des Reagierens eingefallen:

Auf den letzten Punkt möchte ich noch einmal etwas genauer eingehen, weil er nicht unbedingt auf den ersten Blick verständlich ist:

Ein weiterer wichtiger Punkt kann es jedenfalls sein, die gesamte Historie des Trades noch einmal nachzuvollziehen - also die einzelnen Schritte als einen Gesamttrade zu betrachten. Wenn man vorher nämlich bereits schon öfter Covered Calls auf diese Aktie, um die es in diesem konkreten Fall geht, verkauft hat, dann ist ggf. schon eine ordentliche Summe zusammen gekommen, die je nach persönlicher Betrachtungsweise durchaus auch zum Polster hinzugerechnet werden kann. Wenn die Gesamtbilanz aller Trades im Zusammenhang mit dem Underlying positiv bleibt, kann man einer Ausführung auch bei einem Strike unterhalb des Einstandspreises gelassen entgegensehen.

 

 

Die Angst vor entgangenen Gewinnen

Neben der Möglichkeit eines Verlustes im Falle der Ausübung zu einem Strike unterhalb des Einstiegspreises schwingt bei vielen auch die Angst vor verpassten Gewinnen mit, wenn es um Covered Calls geht. 

 

Schließlich ist es nicht ausgeschlossen, dass man die Aktie via Covered Call zwar mit einem netten Gewinn abgibt, der Kurs danach aber weiter steigt und steigt. Dann partizipiert man an solchen Kurssteigerungen nicht mehr. Nicht wenige ärgern sich über solche entgangenen Gewinne. 

 

Ich sehe das etwas entspannter. Sonst müsste ich mich auch über jede steigende Aktie ärgern, in die ich nicht investiert habe. Da entgehen mir ja Gewinne ohne Ende! Außerdem investiere ich das freigewordene Kapital aus den abgegebenen Aktien und den Gewinn idealerweise anderweitig und fahre dort hoffentlich auch wieder Gewinne ein. An Gewinnmitnahmen soll ja noch niemand zu Grunde gegangen sein.

 

Abschließend sei dazu erwähnt, dass man die oben erwähnte Technik des Rollens selbstverständlich ebenso anwenden kann, wenn der Strike oberhalb des Einkaufspreises des Underlyings gesetzt wurde und der Strike überlaufen wird. Denn je weiter ich den Strike hoch rolle, um so höher ist mein Gewinn im Falle der Ausübung.

 

 

Ergänzendes Video zu diesem Artikel

 

Wie in diesem Artikel thematisiere ich zusammen mit Luis Pazos auch in einer Folge der Einkommensoptionäre insbesondere die Situation stark steigender Kurse im Underlying und die damit in Bedrängnis kommende Call-Option.

 

Welche Gegenmaßnahmen kann der Stillhalter in solchen Fällen anbringen, um den oder die Trades doch noch zu Gewinnern zu machen oder wenigstens die negativen Auswirkungen möglichst gering zu halten. Unsere ausführlichen Antworten findest du im Video.

 

 

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Schlusswort

Ich hoffe, dir hilft dieser Überblick an Möglichkeiten, was du tun kannst, wenn dir ein Call wegzulaufen droht. Ich wünsche dir, dass du von einem enteilenden ungedeckten Call verschont bleibst -  bei Covered Calls ist das Risiko begrenzt. Möge die Rendite mit dir sein!

 

Wenn du Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema hast, lass es mich in den Kommentaren unter diesem Artikel wissen.

 

 

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Und du so?

Nutzt du Covered Calls um deinen Cashflow zu erhöhen? Was sind deine Erfahrungen damit? Ist dir auch schon mal ein Kurs weggelaufen, als du einen Strike unter dem Einkaufskurs gesetzt hast?

 

Schreib es gerne in die Kommentare!

 

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Titelbild: pixabay.com ©GAM-OI ©lenapavlushina ©TheDigitalArtist (CC0 Creative Commons; bearbeitet von V.  Willkomm)


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Kommentare: 4
  • #1

    Marcus (Sonntag, 28 Februar 2021 11:47)

    Moin Vincent,
    Ich verstehe auch gar nicht, warum in letzter Zeit so ein Hype um Stillhalter gemacht wird... Versprechen sich die Leute eine höhere Rendite als mit Aktien allein? Das würde ja bedeuten, dass die Käufer von Optionen systematisch einen Verlust einfahren... Im Sinne eines effizienten Marktes glaube ich das aber nicht
    Covered call ist ja von Auszahlungsprofil identisch mit short put. Nur dass man mit dem call direkt sieht, welche Gewinne einem entgangen sind, die man durch die Aktie erhalten hätte.

    Letztlich freuen sich über den Optionshandel vermutlich die Broker am meisten. Da macht die Gebühr ja schnell mal 10% des maximalen Gewinns aus. Und wenn man zb bei 10 USD zurück kauft, sogar noch deutlich mehr?

    VG Marcus

  • #2

    Vincent (Sonntag, 28 Februar 2021 11:57)

    Moin Marcus,

    das soll natürlich jeder für sich entscheiden, ob er sich vom Optionshandel einen Vorteil verspricht. Zu der Frage warum überhaupt Optionen handeln haben wir in diesem Video gesprochen:
    https://youtu.be/6gh61wkx7m0

    Deine Aussagen zum Covered Call und zu den Gebühren sind, zumindest in der Pauschalität, nicht richtig.
    Viele Grüße
    Vincent

  • #3

    Marcus (Sonntag, 28 Februar 2021 19:36)

    Also das Risikoprofil, der Maximalverlust usw, das ist natürlich genau dasselbe bei naked short und und covered call. Darauf wollte ich hinaus, und das ist sicherlich auch für die meisten entscheidend. Natürlich immer denselben Strike angenommen. Einziger Unterschied, der mir spontan einfällt, ist, dass der call im Geld liegt (wenn man beim short put OTM ist), und umgekehrt, und entsprechend vorzeitig ausgeübt werden kann. Und das Geld ist beim covered call natürlich gebunden. Wobei die Aktien ja auch als Sicherheit für andere Optionen herangezogen werden. Wo siehst du einen weiteren Unterschied?
    Soweit ich weiß, kostet eine order irgendwas um 2-3 Dollar? Dann bedeutet es doch 30% bei einem Rücklauf bei 10 Dollar? Also bei einer Prämie von 50 Dollar wäre man schon über 10% durch Verkauf und Kauf.

    Ich will Optionen ja gar nicht schlecht reden, handle selbst schon Jahrzehnte damit (anfangs Optionsscheine). Bin nur der Meinung, dass man damit im Schnitt keinen wirklichen Vorteil ggü Aktien hat. Höchstens durch den Hebel (Margin), aber der geht ja in beide Richtungen...
    Deine Performance habe ich jetzt nicht konkret auf dem Schirm, aber hast Du mal verglichen ob Du mit Aktien oder mit Optionen in der Vergangenheit eine bessere Performance erzielt hast?

    Nicht falsch verstehen, och verfolge Deinen Blog und Youtube auch sehr gerne, und mir gefällt es. Das soll ja lediglich eine sachliche Diskussion sein :)

  • #4

    dan cody (Sonntag, 28 Februar 2021 19:50)

    Hallo,
    das Schreiben von Optionen ist in den letzten Jahrzehnten nicht profitabler geworden, eher im Gegenteil. Frueher konnte man durch den Verkauf von Straddles durchaus 20 % im Jahr verdienen.
    Einfach weil es eine positive mathematische Erwartung aufgrund der hohen Prämien gab.
    Heute möchten viele als Stillhalter Geld verdienen und machen sich gegenseitig die Preise kaputt.
    Im letzten Jahr waren Long Straddles sicher in allen Märkten erolgreicher, schätze ich mal.
    Gruesse.