Der Finanzwesir rockt in meinem alten Wohnzimmer

Bericht vom Lesertreffen im Hofbräu Wirtshaus in Hamburg

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Leser Marco nimmt seinen just vom Finanzwesir signierten "Warnecke" in Empfang

Eimersaufen statt Reagenzglasnippen

Mitte Dezember 2016 las ich im Newsletter des Finanzwesirs eher beiläufig vom Leser- bzw. Hörertreffen des "Finanzwesir rockt" Podcasts. Die beiden  Finanzblogger Albert (der Finanzwesir) und Daniel (der Finanzrocker) betreiben gemeinsam auch einen Podcast, den sie sinnigerweise „Der Finanzwesir rockt“ genannt haben.

 

Nachdem ich beide Blogs, den „Finanzrocker“-Podcast (betreibt Daniel alleine) und eben die Co-Produktion der beiden regelmäßig verfolge, hielt ich es für eine gute Idee, mich bei dem Treffen mal blicken zu lassen. Zusätzlich macht  es natürlich Sinn, sich mit gleichgesinnten Bloggern und Lesern  auszutauschen.

 

 

Wenn nicht da, wo dann? Das Ganze sollte in Hamburg stattfinden – und die Region ist schließlich meine Heimat. Trotz dem ich momentan in Frankreich lebe bin ich noch regelmäßig in der Hansestadt.

 

Also bekundete ich Interesse an einem der gleichermaßen begehrten wie begrenzten Plätze und erhielt prompt eine Zusage. Der genaue Ort stand zu dem Zeitpunkt noch nicht fest und aufgrund Alberts Herkunft (Rheinland) spekulierte ich auf eine Kölsch Kneipe (gibt es auch in Hamburg).

 

Als erprobter Karnevalist sollte das kein Problem sein. Und es hätte ja durchaus zu Weiberfastnacht gestern gepasst.

 

Im Januar wurde dann der Veranstaltungsort verkündet. Zu meinem Erstaunen: „Eimersaufen statt Reagenzglasnippen“

 

Nicht wörtlich - aber für mich sinngemäß. 1 Liter Maßkrüge statt 0,2 Liter Kölschstangen. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Das Treffen wurde in meinem alten Wohnzimmer anberaumt. Man war der Zeit mal wieder voraus. Denn nach Karneval ist Starkbierzeit. Die Gastgeber wollten sicher, dass die liebe Finanzbloglesergemeinde nicht völlig untrainiert der Starkbierzeit entgegentaumelt. Und dass Albert über 10 Jahre in München gelebt hat, spielte vielleicht auch eine Rolle.

 

 

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Der Hobbybayer

In dem Zusammenhang ist es vielleicht interessant zu wissen, dass ich jahrelange Erfahrung als "Hobbybayer" vorzuweisen habe. Viele Nordlichter werden das nicht verstehen.

 

Aber ich habe mich vor vielen Jahren in Bayern verliebt. Die Berge, die Seen,

München, das Bier, das Flair, teilweise sogar die eigentümlichen Bräuche und die Kultur haben es mir einfach angetan.

 

Der Bayer an sich findet alles was nicht mindestens einen 100jährigen reinrassigen bayrischen Stammbaum nachweisen kann doof. Deswegen habe ich mir auch nie eingebildet, dass ein echter Bayer mein Hobby gut findet, versteht oder Ähnliches. Ich habe es trotzdem ausgelebt.

 

Dazu gehörten unzählige Urlaube in Bayern und natürlich der jährliche Wiesnbesuch. Wenn Bayern grad unerreichbar, aber die Sehnsucht (oder der Durst) groß genug war, ging es ins Hofbräu Wirtshaus in Hamburg. Und das nicht selten. Inzwischen haben wir in Hamburg mehr von den Dingern (3) als die in München (1; dafür das Original). Aber das ist eine andere Geschichte.

 

 

Das Lesertreffen

Was hat sich nun bei dem Event zwischen den großen Biergläsern abgespielt? Wer war da, was waren die Themen, wer hat mit der interessantesten Story geglänzt, wer hat beim Engtanz brilliert, wer auf den Tischen getanzt und wer hat seine Zeche nicht bezahlt?

 

Die Endabrechnung stimmte bei solchen Veranstaltungen doch noch nie, oder?

 

Ich hatte die Gelegenheit genutzt und mich vor der eigentlichen Veranstaltung in alter Manier schon mal mit einem Freund getroffen und den Gerstensaft getestet. Natürlich stilecht in Tracht.

 

Es wäre ja unverantwortlich gewesen, die ganze Truppe ins offene Messer in Form von schlechtem Bier laufen zu lassen. Also opferte ich meine kostbare Zeit und teste es, bevor die durstige Gesellschafft anrückte. Das Bier war soweit ok. Zumindest im Rahmen dessen, was der Hofbräu-Brauerei möglich ist (es gibt definitiv bessere Münchener Biere!). Von der Seite drohte jedenfalls keine Gefahr!

 

Ich fragte die Bedienung schon mal in welchem Bereich das Lesertreffen später stattfinden würde. Wir saßen schon goldrichtig. Es waren 2 lange Tafeln für das Event reserviert. An der einen hatten wir bereits zufällig Platz genommen.

 

 

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Die Vorkoster bei der Arbeit

Mal weg vom Bildschirm und endlich einige Blogger und Leser persönlich kennenzulernen war natürlich der Hauptgrund für meine Teilnahme. Ein paar Gedanken habe ich mir vor dem Treffen zugegebenermaßen schon gemacht.

 

Ich schreibe vielleicht ganz gerne drauf los. Beim Plappern mit Leuten, die ich nicht kenne ist das schon immer anders gewesen. So war es für mich auch ein bisschen das berühmte Verlassen der Komfortzone. Aber das muss man ja auch lernen und ich war auch neugierig auf die Gesichter hinter den Blogs und derer die dort kommentieren. Viel zu selten gibt es Bilder zu diesen Leuten. Das finde ich schade und etwas unverständlich. Aber nun bot sich die Chance, einen Teil der Szene in Augenschein zu nehmen.

 

Pünktlich um kurz vor 18 Uhr brach mein Freund auf und die Gemeinde der Finanzinteressierten fiel ein. In der Spitze müssen es derer um die 35 gewesen sein.

 

Eine der ersten Aussagen, die mir zwischen den allgemeinen Vorstellungsplaudereien aufgefallen ist, war folgende: „Hallo, ich bin Marco aus Dresden. Ich bin heute hier, weil ich in meinem Freundeskreis niemanden habe, mit dem ich über Finanzen sprechen kann.“

 

Da muss man also tatsächlich ein paar hundert Kilometer Elbe abwärts fahren, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

 

Im weiteren Verlauf des Abends wurde mir Marco aus Dresden immer sympathischer. Er fragte in die Runde wer eine komplett kostenlose

Kreditkarte kennt, mit der man weltweit Geld abheben kann und sogar die ungeliebten Automatengebühren in den USA und Thailand anstandslos erstattet bekommt. Aus der Runde derer, die die Frage mitbekommen hatten war ich der einzige der die richtige Antwort lieferte. Als ich erwähnte, dass man auch noch automatisch an jeder Tankstelle 1% Tankrabatt mit der besagten Kreditkarte bekommt, besiegelten wir unser Wissen um die derzeit beste Kreditkarte mit einem „high 5“. Falls du dir das gute Stück mal näher ansehen möchtest:

 

Auch andere Storys zeigten einmal mehr, dass es schon an den kleinsten Dingen scheitert: „Alle regen sich über die Kontoführungsgebühren bei ihrer Bank auf, aber einfach mal n Konto bei einer Bank zu eröffnen, die keine

Kontoführungsgebühren erhebt, schaffen sie nicht.“

Marco, wem sagt du das?!?

 

Es waren natürlich noch weitere interessante Leute am Tisch. Es kam die Frage auf, wie man 100.000€ möglichst in einer Tranche in nur einem ETF investiert und was für einer das wohl sein sollte (welcher Index, Ertragsverwendung, Fondsdomizil, etc.). Auch die aktuelle Besteuerung und die in 2018 kommenden Änderungen wurden diskutiert. Ein anderes Grüppchen widmete sich der Frage, ob Immobilieninvestments in Berlin noch lohnen, wozu mir dieser Artikel einfiel.

  

Schließlich hatte ich noch die Ehre, dass Albert sich neben mich setzte und sich nach der Entwicklung meines Blogs erkundigte. Speziell zu meiner Idee themen- und kategoriebezogene Links anzubieten hat er mich befragt und einige wertvolle Tipps gegeben, bevor wir schließlich zu Luftfahrtthemen und zu der Hamburger Lotsenbrüderschaft abschweiften...

  

Meine Bedenken, nicht gut in Gespräche zu kommen, waren ziemlich unbegründet. Ich habe in den über 5 Stunden gar nicht geschafft, mit allen zu sprechen. Hier und da habe ich mich einfach festgequatscht. Wie das eben so ist, wenn man auf Gleichgesinnte trifft.

 

Leider ist mir dabei auch der Finanzrocker durch die Lappen gegangen. Das wäre sicher auch noch mal ein interessanter Plausch geworden. Aber es muss ja auch noch Steigerungspotenzial für ein nächstes Mal geben.

 

 

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Fazit

Es war für mich die erste Veranstaltung dieser Art. Der Wohnzimmer – Heimvorteil in Kombination mit den kalten Getränken in großen Gebinden ließ mich locker, flockig in das Erlebnis starten.

 

Am Ende des Abends standen einige spannende Gespräche mit interessanten Leuten. Inspiration und Input für neue Ideen. Außerdem schön, einen Teil der Gemeinde mal live und in Farbe getroffen zu haben.

 

Eng- und Tischtanz waren übrigens Fehlanzeige. Man war wohl zu sehr in Finanzthemen vertieft! Eine Flasche Wasser war in der Endabrechnung kurzzeitig offen geblieben. Das konnte aber schnell und unkompliziert geklärt werden. Ob das bei nem nicht bezahlten Bier auch auf Anhieb funktioniert hätte?

 

Es war ein schöner Abend und ich freue mich, dass ich dabei sein durfte. Danke Albert und Daniel für Einladung und Organisation und freue mich auf ein nächstes Mal! Von mir aus auch in einer Kölsch-Kneipe ;)

 

 

 

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Nachtrag:

Inzwischen gibt es von anderen Bloggern weitere Berichte vom Lesertreffen.

Die ergänzen meinen ganz gut, weil ich ja nicht mit jedem plaudern konnte.

 

Plutusandme schreibt vom Bloggertreff

Die Beziehungsinvestoren berichten folgendermaßen vom Hörertreffen

 

 

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