Abstecher in die "Rose des Nordens"

Reisebericht Chiang Mai

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Steinerne Elefanten auf einer Verkehrsinsel in Chiang Mai

Warum Chiang Mai?

Schon während der Vorbereitung zu meiner vorherigen Thailandreise Anfang 2016 hatte ich einiges über Chiang Mai gelesen, war aber damals schließlich nur in Südthailand unterwegs. Auch aus verschiedenen anderen Quellen hatte ich schon soviel positives über die Stadt im Norden Thailands gehört.

 

Unter anderem hatte ich über Facebook Fotos einer Bekannten gesehen, die nach Chiang Mai gereist war. Vor allem aber in der Digitale Nomaden Szene ist Chiang Mai ein äußerst beliebter Ort.

 

Ohne selber wirklich Teil dieser Bewegung zu sein, finde ich Teile der zu Grunde liegenden Idee faszinierend. Dafür, dass ich in einem normalen Angestelltenverhältnis stecke, reise ich durchaus viel und wie die meisten Digitale Nomaden bereise ich oft Ziele, die ein günstigeres Leben als in Deutschland ermöglichen und ein paar ortsunabhängige Einnahmen generiere ich inzwischen auch.

 

Schließlich war ich immer noch in der Mission unterwegs festzustellen, ob eine Fernreise billiger sein kann, als zu Hause zu bleiben.

 

Ich höre regelmäßig den "I love Mondays Podcast" (der Titel passt so herrlich zu meiner Arbeitswoche, die sich auf freitags bis sonntags beschränkt) von Tim Chimoy. Tim ist einer der Vorreiter in der Digitale Nomaden Szene und hat sich mittlerweile in Chiang Mai niedergelassen.

  

Jedenfalls wollte ich die Gelegenheit nutzen und mir die Stadt selbst einmal anschauen, weswegen ich den Abstecher diesmal von Anfang an mit eingeplant hatte.

 

 

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Preis-Leistungs-Check für meine Unterkunft in Chiang Mai: Hi Guesthouse Airport

In meinem Erfahrungsbericht zum Billigflieger AirAsia hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich meine Unterkunft für die nächsten 5 Nächte nach der Landung durch einen 20minütigen, gemütlichen Fußmarsch erreicht habe.

 

In Chiang Mai hatte ich mich für eine weitere Preis-Leistungs-Empfehlung von Booking.com entschieden. Im Gegensatz zu den vorherigen Unterkünften auf Phuket (Berichte hier: Ban Elephant Blanc, Kata Blue Sea Resort und NC Residence), wo die Besitzer allesamt Franzosen waren hat im Hi Guesthouse Airport ein alter Schwede die Mütze auf.

 

Die Bewertungen für diese Unterkunft bei Booking.com waren zum Zeitpunkt der Buchung mit  8,3 von 10 Punkten "sehr gut".   

 

In der Beschreibung auf der Booking.com* Seite heißt es unter anderem:

 

"Laut Bewertungen bietet diese Unterkunft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in Chiang Mai. Im Vergleich zu anderen Unterkünften in dieser Stadt bekommen Gäste hier mehr für ihr Geld."

 

Ich hatte ein Standard-Doppelzimmer (Video) für 630 Baht (17€)/Nacht gebucht. Einzelzimmer gibt es in dieser Unterkunft nicht. Mein Zimmer lag ebenerdig. Das Waschbecken befindet sich auf dem Balkon, von dem aus man den Nachbarn in die Küche schauen kann. Dusche und Toilette sind in einem ca. 3m² kleinem Raum untergebracht. Ein Safe gibt es nicht, was mir aber vorher bekannt war.

 

Der Poolbereich (Video) liegt unter Bäumen. Diese verlieren zu dieser Jahreszeit (ich war im Dezember da) Blätter, welche der Betreiber ca. ein Dutzend mal pro Tag aus dem Becken fischt. Trotzdem befinden sich natürlich jederzeit mehr oder weniger viele Blätter im Wasser. Mich störte das nicht sonderlich. Ist ja schließlich Natur ;) 

 

Die Lage hat sich für mich als perfekt herausgestellt. Nicht nur, weil der Flughafen fußläufig erreichbar ist. Als alter Parkliebhaber musste ich nur 5 Minuten zu Fuß gehen, um in den wunderschönen Buak Hard Public Park in der südwestlichsten Ecke der Altstadt zu gelangen.

 

 

Buak Hard Public Park

Mein Highlight und meine Oase war dieser Park. Er ist nicht wirklich groß und somit entkommt man innerhalb seiner Grenzen dem Lärm der angrenzenden sechsspurigen, viel befahrenen Straße auch nicht vollends.

 

Trotzdem punktet dieses grüne Idyll mit Wasser, Palmen, Rasenflächen und einem Fitnessparcours. Vor allem aber mit Sauberkeit und penibler Pflege durch die fleißigen Parkmitarbeiter.

 

Morgens baute ich den Park in meine Laufstrecke ein und absolvierte dort ein paar Übungen an den Geräten und nachmittags kam ich zum relaxen und lesen wieder.

 

 

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Buak Hard Public Park

Verschiedene Straßenkünstler und Artisten treffen sich hier scheinbar regelmäßig und trainieren ihre Kunststücke. (Video)

  

Die Altstadt

Chiang Mai hat - je nach Quelle - zwischen 150.000 und 350.000 Einwohner und ist die dritt- bis sechstgrößte Stadt in Thailand. Die jeweils größere Variante ist wegen der zahlreichen nicht registrierten Zuzügler wohl realistischer.

 

Unbestritten ist Chiang Mai aber die größte, sowie wirtschaftlich und kulturell bedeutendste Stadt im thailändischen Norden. Von den Einheimischen wird die Stadt, wegen der idyllischen Lage und landschaftlich schönen Umgebung auch "Rose des Nordens" genannt. Die 1296 entstandene Neue Stadt (= Chiang Mai) liegt am Fluss Mae Nam Ping und am Fuße des Berges Doi Suthep (1.685m).

  

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Stadtgraben und Stadtmauer von Chinag Mai kurz nach Sonnenuntergang

Die quadratische Altstadt misst 2 mal 2 km und ist von einem Stadtgraben umgeben. Auch die alte Stadtmauer ist teilweise noch vorhanden. Ein Großteil der angeblich etwa 300 Tempel befindet sich ebenso in der Altstadt, wie viele Touristen-Unterkünfte aller Art und die damit einhergehende vielfältige Gastronomie.

 

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Chiang Mai Altstadt umrandet vom Stadtgraben

Die Nachtmärkte

Der Chiang Mai Night Bazaar findet täglich zwischen 18 und 23 Uhr statt. Östlich, außerhalb der Altstadt, Richtung Ping River in der Chang Klan Road (zwischen Tha Phae Road und Sridonchai Road).

 

Hier haben sich auch die üblichen großen internationalen Ketten wie McDonalds, Burger King, Starbucks und Hard Rock Cafe angesiedelt (Video). Angeboten werden auf dem Markt Raubkopien aller möglichen CD's und DVD's, Marken und Designer Label Fakes (aber wohl auch Originalware), sowie Seide, andere Stoffe, Mode, Schmuck, Handarbeiten wie Schnitzereien und jede Menge anderer Schnickschnack.

  

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Chiang Mai Night Bazaar

Der Saturday Night Market öffnet jeden Samstag um 16 Uhr und schließt um Mitternacht. Er findet in der Wua Lai Road statt. Diese liegt südlich der Altstadt, beginnt gegenüber des Chiang Mai Gates und verläuft von dort in südwestlicher Richtung.

 

Hier dominieren die Silberschmiede und andere Metallverarbeitende Handwerker und Künstler, die ihre Produkte anbieten. Unterhalten von Straßenmusikern werden regionale Kräuter aber natürlich auch die anderen üblichen Waren angeboten. Klamotten, Accessoires wie Taschen, Schals, Gürtel und Schuhe sieht man genauso wie die verschiedensten Stände mit Essbarem. Ich habe hier eine wunderbare, 60minütige Massage für 4€ gegönnt.  

  

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Saturday Night Market

Der Sunday Market (oder Walking Street, wie die Märkte in Thailand auch oft genannt werden) findet sonntags ab ca. 16 Uhr bis Mitternacht in der Ratchadamnoen Road ausgehend vom Tha Phae Gate in der östlichen Altstadt statt.

 

Im Vordergrund stehen hier neben den Straßenkünstlern die Arbeiten diverser Handwerker und Künstler die aus verschiedensten Materialien die tollsten Produkte zaubern. Ein bisschen von allem anderen üblichen Marktgedöns gibt es natürlich auch hier.

 

Das Handeln und Feilschen wird übrigens grundsätzlich auf allen Märkten erwartet und ist absolut erwünscht, ja fast Pflicht. Wer es nicht tut wird von den Einheimischen für leicht beschränkt gehalten!

 

Das eine oder andere Souvenir oder andere Schnäppchen kann man auf den Märkten jedenfalls machen. Tolle Handarbeiten und weitere Angebote gibt es für vergleichsweise kleines Geld.

 

 

Die Tempel

Bei der unglaublich hohen Tempeldichte kann man natürlich nicht alle besichtigen. Gleichwohl kommt oft die Frage auf, welche denn aus der Masse herausstechen und ein "must see" darstellen. Da sind die Geschmäcker nun höchst unterschiedlich und jeder wird das für sich anders bewerten.

 

Beliebt und mein Favorit in der Altstadt ist der Wat Phra Singh.

 

Die unbestrittene Nummer eins ist trotz allem der Wat Phra Tat auf dem Doi (=Berg) Sutep etwas außerhalb der Stadt. Von dort oben hat man auch einen fantastischen Blick auf Chiang Mai.

  

Um da hin zu kommen hatte ich mir einen Roller für 24 Stunden gemietet. Inklusive Benzin hat mich das lediglich 7€ gekostet und das Ding ging ab wie ne Rakete.

 

Ich habe diese Art der Mobilität genutzt und habe noch weitere Ziele außerhalb der Stadt angesteuert.

 

 

Weitere Sehenswürdigkeiten

Auf dem Weg zum Wat Phra Tat kommt man am Zoo vorbei, den ich aber nicht besucht habe. Kurz danach kommt der Huay Keaw Wasserfall. An Wasserfällen dagegen fällt es mir schwer nicht anzuhalten. Also habe ich ihn mir näher angesehen.

 

Ich hatte aber noch von einem etwas größeren Wasserfall gelesen. Für den habe ich gerne auch noch mal eine halbe Stunde Fahrt in Kauf genommen. Der Mae Sa Wasserfall hat 10 Stufen und ich bin von der ersten bis zur höchsten gewandert.

 

Den "Chiang Mai Grand Canyon" hatte ich noch auf meinem Zettel, aber aus zeitlichen Gründen nicht mehr geschafft. Ich habe aber bei Misses Backpack einen Artikel gefunden, der einen tollen Eindruck vermittelt. Außerdem erfährt man noch etwas darüber, wie das Ausleihen des Rollers bei ihr abgelaufen ist und wie sie den thailändischen Straßenverkehr empfunden hat.

 

Meine eigenen Erfahrungen mit den Themen habe ich darin wiedererkannt.

 

 

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Mein Fazit

Chiang Mai hat mir sehr gut gefallen. Von Anfang an spürte ich dort eine Art innere Zufriedenheit. Ich habe sogar beschlossen, dass ich irgendwann einmal zurückkehren werde, um dort 4 Wochen am Stück zu verbringen. In der Stadt und der Umgebung gibt es noch jede Menge zu entdecken!

 

Nach meiner Einschätzung kann man hier mit ca. 500€ im Monat über die Runden kommen. Wenn man wie ich im Hotel wohnt natürlich nicht aber ab 4 Wochen Aufenthalt kann man kleine möblierte Wohnungen mieten, was die Kosten erheblich senkt. Ich werde es nächstes Mal ausprobieren und berichten.

 

 

Eine kreisschließende Anekdote

Um auf die Digitale Nomaden Szene zurück zu kommen, möchte ich noch eine kleine Anekdote erzählen die den Kreis wunderbar schließt. Ich bin nämlich in DER Hochburg der Bewegung irgendwie doch noch in Kontakt mit selbiger gekommen.

 

Ich habe am Anfang dieses Artikel bereits erwähnt, dass ich regelmäßig den "I love Mondays Podcast" höre. So natürlich auch während einer meiner fußläufigen Stadterkundungen in Chiang Mai.

 

In Folge 78 spricht Gastgeber Tim Chimoy mit Timo Eckhardt vom Digitale Nomaden Podcast. Den DNP kannte ich vorher gar nicht! Obwohl größtenteils nur virtuell (außer der Tatsache, dass ich mich wahrhaftig in Chiang Mai befand) hatte ich einen Moment lang den Gedanken, mehr Digitales Nomadentum auf Einmal ginge nicht (was natürlich Quatsch ist). Als I-Tüpfelchen oder Funfact, sei erwähnt, dass mein erstes mit Chiang Mai gehashtagtes Instagram-Bild (#chinagmai), prompt vom Digitale Nomaden Podcast Account gelikt wurde. Das war dann schon fast ein bisschen unheimlich ;)

 

Selbstverständlich gehört der Digitale Nomaden Podcast seitdem auch fest zu meiner Playlist. Die beiden Nordlichter (= meine Heimat; was für mich auch gleich so eine Art Bezugspunkt war) Timo und Sascha sind selbst (noch) keine Digitale Nomaden. Sie interessieren sich aber sehr für das ortsunabhängige Leben und Arbeiten. In ihrem Podcast sprechen Sie mit Gästen, die bereits als Digitale Nomaden leben oder auf dem Weg dort hin sind. Sehr inspirierend und absolut empfehlenswert!

  

Im nächsten Artikel in der Rubrik "freaky travel" gibt es dann endlich die finale Abrechnung und die Auflösung, ob es mir gelungen ist meine Thailandreise günstiger zu gestalten, als zu Hause zu bleiben.

 

Warst du schon einmal in Chiang Mai? Was sind deine "must dos/sees" für die Rose des Nordens? Oder hat dich der Artikel neugierig gemacht und du kannst dir eine Reise dorthin vorstellen?

 

Wie immer freue ich mich auf deine Kommentare und Fragen!

 

 

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Kommentare: 4 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    V (Mittwoch, 01 März 2017 15:48)

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  • #2

    V (Mittwoch, 01 März 2017 15:49)

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  • #3

    V (Donnerstag, 02 März 2017 08:25)

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  • #4

    V (Donnerstag, 02 März 2017 08:25)

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