Meine Erfahrungen mit AirAsia

Mit dem Low-Cost-Carrier AirAsia und Handgepäck durch Thailand

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Ein Airbus A320 von Thai AirAsia auf dem Flughafen von Phuket

Phuket - Chiang Mai mit dem Billigflieger

AirAsia ist ein sehr bekannter Billigflieger in Asien. Ich hatte schon soviel positives von Chiang Mai gehört, dass ich schon während der Urlaubsplanung im letzten Sommer einen Abstecher in die "Perle des Nordens" im Hinterkopf hatte.

 

Wie sich schnell rausstellte, hat AirAsia die Strecke Phuket - Chiang Mai im Programm. Hin- und Rückflug sollten zusammen lediglich 94€ kosten. Somit habe ich die Flüge damals sofort gebucht.

 

Auf dem neunzig minütigen Inlandsflug würde die Verpflegung (kostet extra) nicht das Problem werden. Die alles entscheidende Frage war, wie ich mein Gepäck ohne Aufpreis in den Flieger bekomme.

 

Selbstverständlich hatte ich den günstigsten Tarif gebucht. Wohlwissend, dass dieser lediglich 7kg Handgepäck enthält. Da ich den Eurowingsflug bei der Anreise nach Thailand ja schon mit ordentlich "Übergepäck" (für das sich allerdings niemand interessierte) absolvierte, drohte es mit AirAsia nochmal spannend oder gar teuer zu werden.

 

Sind die Asiaten bei dem Thema genauso nachlässig wie die Kollegen bei der Eurowings oder ist das Gegenteil der Fall? Drohen saftige Aufpreise, wenn das Gepäck genauer unter die Lupe genommen wird?

  • Wie genau wird das Gepäck also auf Umfang und Gewicht geprüft?
  • Welchen Eindruck macht das Flugzeug?
  • Erscheint das Bordpersonal freundlich und hilfsbereit?
  • Wie sieht es mit der Pünktlichkeit aus?

Nachfolgend möchte ich also meine Erfahrungen mit dir teilen, damit du einschätzen kannst, ob Flüge mit AirAsia für dich in Frage kommen.

 

 

Frühere Erfahrungen mit AirAsia

In der Vergangenheit habe ich bereits Flüge mit AirAsia erlebt. Allerdings ließen diese keine Rückschlüsse auf das Thema Handgepäck zu.

 

Ich war damals von Singapur nach Bali und von dort später weiter nach Perth geflogen. Aber seinerzeit hatte ich 20kg Aufgabe-Gepäck dazu gebucht.

 

Diese Flüge waren auch sehr günstig, verliefen problemlos und ich hatte einen guten Eindruck von AirAsia gewonnen.

 

Nur die Handgepäckfrage blieb spannend.

 

Anreise zum Flughafen und Check-in

Ich hatte den Flug nach Chian Mai auf den Abreisetag meiner Tochter gelegt.

Mit ihr war ich bis dahin auf Phuket unterwegs.

 

Unsere Erlebnisse sowie Berichte über verschiedene Sehenswürdigkeiten und die Booking.com* Preis-Leistungsempfehlungen in 3 verschiedenen Orten auf der größten und beliebten thailändischen Insel kannst du hier, hier und hier nachlesen.

 

Unsere Flüge lagen zeitlich ein paar Stunden auseinander aber wir konnten zusammen ein Taxi von Patong zum Flughafen nehmen.

 

Meine Tochter ging rüber zu den internationalen Abflügen und ich wurde an den Domestic Check-in-Schaltern von großen Schildern und Gepäckwaagen mit der Aufschrift: "AirAsia. Strictly 7kg Cabin lugguage!" begrüßt.

 

Das waren ja Aussichten! Zum Glück hatte ich bereits online eingecheckt und konnte so die erste Hürde am "Check-in-Schalter" umgehen.

 

AirAsia bietet eine App an. Über die habe ich, wie allgemein üblich, am Tag vorher eingecheckt. Das hat problemlos funktioniert.

 

Dabei habe ich gelernt, dass man bei AirAsia sage und schreibe ab 14 Tage vor dem Flug einchecken kann.

 

Am Gate standen die gleichen Schilder und Waagen wie im Check-in-Bereich.

 


Irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl und hab dann, um das Koffergewicht zu reduzieren kurz vor dem Boarding angefangen alle möglichen Klamotten anzuziehen.

 

Also so richtig übertrieben. Mehrere T-Shirts, einen Pullover, über die kurze Hose noch die einzige lange, die ich dabei hatte, meine Regenjacke, die Turnschuhe statt FlipFlops, usw.

 

Ich brauch wohl nicht zu erwähnen, dass ich mir zwischen den ganzen Strandoutfits wie ein Kasper vorkam und obendrein geschwitzt habe wie ein Schwein.

 

Immerhin ein schwitzender Schweine-Kasper, der kein Geld für großes Gepäck ausgegeben hat. War auch nicht nötig. Das Boarding verlief völlig entspannt.

 

Ich hätte da auch einen 2m³-Koffer zum Flieger schieben können. Es hätte niemanden gejuckt!

 

Im Flieger habe ich mein Zwiebeloutfit abgesteift und wieder im Koffer verstaut. Wenigstens wusste ich nun, dass ich mir den Stress beim Rückflug sparen konnte.

 

   

Der Flug

Der Airbus A320 machte einen "fitten" Eindruck. Die 51 Flugzeuge von Thai AirAsia haben ein Durchschnittsalter von 4,3 Jahren. Da kann man davon ausgehen, dass die noch flugfähig sind ;)

 

Der - typisch für Billigflieger - knapp bemessene Sitzabstand störte mich nicht wirklich. Ich bin nicht der Größte (ähnlich wie der durchschnittliche Asiate) und die Flugzeit war ja auch erträglich.

 

Der Flug verlief unspektakulär. Die Maschine war gut gefüllt. Abflug war pünktlich und unterwegs gab es einen Blick von oben auf die wunderschöne Phang Nga Bucht und später auf die riesige Hauptstadt Bangkok.

    

Der Service der freundlichen Flugbegleiterinnen beschränkte sich naturgemäß auf die Nachfrage, ob ich etwas kostenpflichtiges bestellen wolle. 

 

Wollte ich nicht und beschäftigte mich hauptsächlich mit lesen. Den Landeanflug verbrachte ich damit aus dem Fenster zu schauen, um einen ersten Eindruck von der neuen Umgebung zu bekommen.

 

Ankunft in Chiang Mai

Die Landung war sanft und der internationale Flughafen von Chiang Mai ist recht klein. Er liegt zu dem in der Stadt. Das hatte den Vorteil, dass ich innerhalb von 20 Minuten zu Fuß in meiner neuen Unterkunft angekommen war.

   

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Chiang Mai Airport

Mal wieder den Transport gespart. Und die 10.000 Schritte pro Tag muss man ja auch irgendwie erreichen ;)

 

Im nächsten Beitrag der Kategorie "freaky travel" berichte ich von meinen Erlebnissen in Chiang Mai. Ich kann dir aber schon verraten: Die Stadt hat mich in ihren Bann gezogen!

 

 

Mein Fazit

Sowohl bei früheren Flügen als auch bei diesen gab es keinerlei Grund zur Beschwerde. Denn: Auch der Rückflug mit AirAsia nach Phuket verlief genauso problemlos.

 

Insgesamt lief alles professionell und pünktlich ab. Sicherheitsbedenken sind mir zu keinem Zeitpunkt gekommen.

 

AirAsia ist eine günstige Möglichkeit innerhalb Süd-Ost-Asiens umherzureisen. Ich würde diese bei Bedarf jederzeit wieder nutzen und kann sie aufgrund meiner bisherigen Erlebnisse (die allerdings natürlich nicht repräsentativ sind) uneingeschränkt weiterempfehlen!

 

 

Hast du Erfahrungen mit asiatischen Billigfliegern?

Welche Erfahrungen hast du mit AirAsia oder anderen asiatischen Billigfliegern? Da gibt es ja einige.

 

Ich freue mich wie immer auf deine Kommentare!

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Nico (Mittwoch, 11 Januar 2017 14:44)

    Moin Vincent,

    ich hatte mal die Ehre auf einer Veranstaltung in London mit Tony Fernandez zu plaudern, dem Gründer und glaube ich auch immer noch CEO von AirAsia.

    Was für eine unglaubliche Geschichte! Der hatte damals in England in der Medienbranche gearbeitet und sich 2001 entschlossen, alles auf eine Karte zu setzen. Mortgage auf sein Londoner Haus aufgenommen und dann damit dann den ersten Low-Cost-Carrier in Asien gegründet (die ersten beiden Flieger für einen Ringgit aus der Insolvenz gekauft gekauft!). Der Rest ist Geschichte. Ein wirklich cooler Typ und verdammt inspirierend. Die Airline ist 1a. Habe bisher nur gute Erfahrungen gesammelt.

    VG, nico

  • #2

    Vincent (Donnerstag, 12 Januar 2017 01:20)

    Mensch Nico,
    du treibst dich ja in Kreisen rum...
    Ja, ja der Fernandes Tony ist schon ein Macher! Fluggesellschaft, Formel 1 Rennstall und ein Fußball-Club, ...
    Der lässt nix aus. Wenn ich ihn mal treffe frag ich ihn, ob er 'n Job für mich hat. Entweder in der Fluggesellschaft - in der Branche habe ich 24 Jahre Erfahrung - oder als Platzwart bei den Queens Park Rangers. Im Bereich Fußball habe ich nämlich noch länger Erfahrung ;)

    Danke für deinen Kommentar! Schön, dass du den guten Eindruck bezüglich AirAsia bestätigen kannst.

    Beste Grüße
    Vincent