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Die steuerliche Behandlung von Dividenden

Wieviel Netto bleibt dir von deinen Dividenden?

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Dividenden und Steuern

Benjamin vom Blog FREI & UNABHÄNGIG hat uns in dieser Gastartikelreihe bereits die Grundlagen zum Thema Dividenden erklärt und uns beigebracht, wer wann Anspruch auf die begehrten Ausschüttungen hat. Ich habe z. B. im April fast 3.000€ und im Mai knapp 2.600€ brutto an Dividenden kassiert. Wo Dividende fließt, ist der Fiskus nicht weit! 

 

In diesem Gastartikel geht Benjamin detailliert auf die steuerliche Behandlung von Dividendenzahlungen ein. Unter anderem erfahren wir auch interessante Unterschiede zwischen deutschen und US-Dividendenzahlungen

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Welchen Anteil kassiert der Fiskus von Deinen Dividendenerträgen?

Auch wenn sich mir beim Thema Steuern manchmal die Nackenhaare aufstellen - das Thema ist wichtig und geht uns alle an. Warum ist das Ganze so wichtig?

 

Wenn Du planst, teilweise oder irgendwann auch komplett von Deinen Kapitalerträgen leben zu können, dann musst Du unbedingt die zu verrichtende Steuer berücksichtigen. Andernfalls läufst Du Gefahr, Dein monatliches passives Einkommen zu optimistisch einzuschätzen.

 

Wie doof wäre es, wenn Du Deine Arbeitszeit herunterschraubst und am Ende feststellen musst, dass Du nicht über die Runden kommst.

 

Aber wieviel musst Du nun prozentual an den Staat abdrücken? Um das Ganze nicht komplizierter zu machen als es ist, möchte ich zunächst auf in Deutschland ansässige Unternehmen eingehen.

 

Seit 2009 gilt die sogenannte Abgeltungssteuer (ASt). Mit der ASt werden unabhängig vom persönlichen Steuersatz alle Kapitaleinkünfte pauschal mit 25% besteuert. Die ASt ist keine Vorauszahlung, sondern in der Tat die endgültige Abgeltung der Steuerschuld auf Kapitaleinkünfte und demnach auch auf Deine Dividenden. Hinzu kommen noch anteilig der Solidaritätsbeitrag (5,5%) sowie ggf. die Kirchensteuer (8-9%).

 

In Summe musst Du also ohne Kirchensteuer 26,38% und mit Kirchensteuer ~28% an Steuern zahlen! Damit verbleiben Dir netto noch rund 73% von Deiner Dividende.

 

Hast Du beispielsweise im Jahr 2017 insgesamt 1.000 EUR an Kapitalerträgen erhalten, dann hast Du bereits Deinen Sparerpauschbetrag (801 EUR) ausgeschöpft. Die ersten 801 EUR bleiben unabhängig vom sonstigen Einkommen immer steuerfrei. Nur auf darüber hinausgehende Beträge wird letztlich die ASt in Höhe von ~27% fällig.

 

So weit so gut!

Das sind die Fakten, wenn Du in Deutschland Deinen Wohnsitz hast und es um Dividenden von deutschen Unternehmen geht. 

 

 

Welche Steuer wird auf ausländische Dividendenzahlungen erhoben?

Wie bereits beschrieben, wird bei uns in Deutschland die Besteuerung von Kapitalerträgen (Kapitalertragssteuer) durch die ASt geregelt und vereinheitlicht.

 

Bist Du hingegen an einem Unternehmen im Ausland beteiligt, wird theoretisch noch zusätzlich die sogenannte Quellensteuer fällig. Die Quellensteuer ist die Kapitalertragssteuer für ausländische Anleger. Sie ist eine Steuer auf Kapitalerträge (dazu gehört Deine Dividende), die Investoren aus dem Ausland dem Quellenstaat bezahlen müssen.

 

Besitzt Du beispielsweise Aktien eines US-Konzerns und bekommst eine Dividende ausgezahlt, dann möchte der Quellenstaat (in dem Fall die USA) einen Teil vom Kuchen abhaben. Die Quellensteuer beträgt in den USA unglaubliche 30%.

 

Jetzt fragst Du Dich vielleicht: „Verdammt ! Noch eine zusätzliche Steuer? Dann bleibt ja gar nichts mehr von meiner Dividende übrig!“

 

Nein, so schlimm ist es noch nicht.

Um der Doppelbesteuerung Deiner Dividende entgegenzuwirken, hat Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit verschiedenen Ländern getroffen. Die Finanzbehörden zweier Länder verständigen sich darauf, einen maximalen Steuersatz für den Anleger zu erheben. Meist liegt dieser bei 15% und ist entsprechend häufig niedriger als die dortige Quellensteuer.

 

Und darüber hinaus besagt dieses Abkommen auch, dass Anleger, die bereits den maximalen Steuersatz im Ausland bezahlt haben, diesen in Deutschland auf die ASt angerechnet bekommen. Somit wird verhindert, dass Deine Dividende schon komplett im Ausland (Quellsteuer) und dann nochmal in Deutschland (Ast) voll versteuert wird.

 

Eine Übersicht über die wichtigsten Länder, die Höhe der Steuer und ob die Steuer in Deutschland anrechenbar ist, findest Du in nachfolgender Grafik:

 

 

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Quelle: Bundeszentralamt für Steuern; Stand: 1. Januar 2017

 

 

Um Dir das Ganze nochmal praxisbezogen darzustellen, möchte ich auf das Beispiel von oben Bezug nehmen:

 

Angenommen, Du erhältst pro Jahr insgesamt  wieder 1.000 EUR an Dividenden. Gehen wir davon aus, dass diese Dividenden diesmal ausschließlich von Unternehmen in den USA stammen. Gehen wir des Weiteren davon aus, Du hättest Deinen Sparerpauschbetrag  auch schon komplett ausgeschöpft.

 

In Summe müssen also die kompletten 1.000 EUR versteuert werden. Und das zunächst an der Quelle, in den USA. Nach Abzug der nationalen Quellensteuer würdest Du die 1.000 EUR erst gar nicht auf Deinem Konto sehen. Stattdessen würdest Du nur 1.000 EUR abzüglich 30% und damit 700 EUR erhalten.

 

Nachdem der Quellenstaat seinen Teil erhalten hat, möchte Dein Finanzamt natürlich auch noch was davon sehen. Theoretisch müsstest Du nun auch noch die ASt in Höhe von 25% zahlen. Und genau hier kommt das Doppelbesteuerungsabkommen ins Spiel.

 

Zwischen den USA und Deutschland besteht die Vereinbarung, dass deutsche Anleger maximal 15% Steuern auf ihre Kapitalerträge an die Quelle verrichten müssen. Des Weiteren wurde festgelegt, dass der Maximal-Steuersatz komplett in Deutschland anrechenbar ist.

 

Das heißt für Dich, dass Du insgesamt 15% an die Quelle  (Höchstsatz USA nach DBA) zahlen musst und sich Deine ASt in Deutschland auf  10% reduziert (25% ASt – 15% angerechnete Quellensteuer). Du zahlst demnach von Deinen 1.000 EUR Dividende:

  • 150 EUR an Quellensteuer nach DBA an die USA und
  • 100 EUR an ASt nach DBA und Anrechnung der Quellensteuer an Dein Finanzamt. 

 

Die Quellensteuer der USA hebt sich durch die Anrechnung komplett auf. Damit verbleiben Dir knapp 750 EUR (abzgl. Soli und Kirchensteuer) Netto von Deiner Dividende. 

 

So sieht die Rechnung überschlägig für die USA aus. Mit US-Dividenden funktioniert diese ganze Verrechnung übrigens ohne Dein besonderes Zutun. Das ist leider nicht mit Ausschüttungen aus allen Ländern so unkompliziert! Beachte daher unbedingt, dass die Bedingungen anderer Quellenstaaten unterschiedlich sein können. In der Praxis empfehle ich Dir, Dich über die Quellenstaaten ausreichend zu informieren.

 

Einige von ihnen erheben zum Beispiel gar keine Quellensteuer (UK, Irland). Wieder andere machen es uns Anlegern schwer und behalten die Quellensteuer konsequent ein. Hier musst Du als Anleger aktiv werden und das Ganze per Antrag zurückfordern.

 

 

Der Vermögensanleger hat dem Thema Quellensteuer einige hervorragende Artikel gewidmet:

 

Einige Schweizer Aktien wie Nestle, Novartis, Roche, Swiss Re und andere sind sehr beliebte Dividendenwerte. Wenn Du auch Schweizer Aktien hast, bekommst Du hier alle Informationen zur Quellensteuererstattung von unseren eidgenössischen Nachbarn

 

 

Auch wenn das Thema Steuern letztlich einen Einfluss auf Deine Netto-Dividende hat: Du solltest Deine Aktienauswahl natürlich nicht rein nach steuerlichen Gesichtspunkten vornehmen.

 

Wie Du aber auch sehen kannst, erfordert das Thema Steuern eine gewisse proaktive Willensstärke, sich mit der Thematik intensiv auseinander zu setzen. Wer diese Mühen scheut, sollte sich vorher gut überlegen, ob er zwingend in exotische Länder investieren möchte. Zumindest auch unter der Annahme, dass die Steuer schließlich die Gesamtrendite schmälert. Und dessen sollte sich jeder bewusst sein.

 

Vincent hat seine Gedanken und Erfahrungen zum Thema Quellensteuererstattung in einem Interview mit Johannes aus der Denkfabrik kundgetan.

 

 

Vielleicht stellst Du Dir auch die Frage:

 

 

Gibt es steuerfreie Dividenden?

Jain! Ich persönliche verstehe das Thema eher als Gesetzeslücke, von der sowohl Anleger als auch Firmen profitieren können. Wenn ich mit meiner Einschätzung falsch liege, kann mich gerne jemand korrigieren und das Ganze in den Kommentaren richtig stellen. Aber worum geht's?

 

Der Clou ist folgender:

Statt dass ein Unternehmen seine Gewinne als solche deklariert und an die Aktionäre ausschüttet, bildet das Unternehmen Kapitalrücklagen auf einem sogenannten steuerlichen Einlagenkonto nach §27 KStG. Zahlt das Unternehmen nun seine Dividenden aus dem Rücklagen-Topf und nicht aus dem laufenden Gewinn, dann sind die Dividenden laut Gesetzgeber steuerfrei.

 

Zu den DAX Unternehmen, die so verfahren, gehörten 2017 unter anderem Infineon,  die Deutsche Post,  die Deutsche Telekom oder auch die Vonovia.

 

Aber natürlich hat die ganze Sache auch einen Haken!

 

Als Anleger musst Du die Aktie, die Dir steuerfreie Dividenden ausspucken soll, bereits vor 2009 (vor Einführung der ASt) im Depot gehabt haben. Und damit ist die steuerfreie Dividende für die meisten von uns passé.

 

Aber Halt! Etwas Positives hat das Ganze doch noch.

 

Und zwar für den typischen Buy and Hold Anleger. Würdest Du heute zum Beispiel eine Deutsche Telekom kaufen, dann bekommst Du bis zum Verkauf der Aktie eine Steuerstundung auf Deine Dividende.

 

Das heißt für Dich: Du zahlst solange keine Steuern auf die Dividende, bis Du die Aktie verkaufst. Erst dann wird auf Basis des Einkaufskurs die Dividende rückwirkend nachversteuert . Das kann positiv, aber eben auch negativ ausfallen.

 

Ein einfaches Beispiel dazu:

Angenommen Du hättest vor paar Jahren eine Deutsche Telekom zu 10 EUR das Stück gekauft. In Summe hast Du mehrere Dividendenzahlungen in Höhe von insgesamt 2 EUR erhalten. Diese Dividenden waren alle komplett steuerfrei.

 

Nun beschließt Du, die Aktie zu verkaufen. Die Dividenden werden nun rückwirkend nachversteuert. Der Fiskus zieht bei der Berechnung die Dividende einfach vom Kaufkurs der Aktie ab. Dadurch vermindert sich der Kaufkurs steuerlich auf 8 EUR je Aktie (10 EUR ursprünglicher Kaufkurs – 2 EUR Dividenden).

 

Verkaufskurs – (Einkaufskurs – Dividende) = x EUR müssen nachversteuert werden

 

Entspricht der Verkaufskurs nun dem Einkaufskurs von 10 EUR, dann musst Du 2 EUR Kursgewinn versteuern. Also genau den Betrag, den Du auch als Dividende erhalten hast.

10 EUR – (10 EUR – 2 EUR) = 2 EUR müssen nachversteuert werden.

 

Verkaufst Du aber die Aktie bei einem Kurs von 16 EUR, musst Du nicht nur 2 EUR, sondern 8 EUR Kursgewinn versteuern (2 EUR stammen aus Dividenden und 4 EUR aus dem realen Kursgewinn).

 

16 EUR – (10 EUR – 2 EUR) = 8 EUR müssen nachversteuert werden.

 

Was passiert aber, wenn die Aktie von ursprünglich 10 EUR auf 1 EUR abschmiert? Dann musst Du natürlich auch keine Steuern nachzahlen. Die Formel ergibt einen negativen Gesamtwert.

1 EUR – (10 EUR – 2 EUR) = -7  EUR < 0 = keine Steuernachzahlung fällig

 

Eigentlich eine gerechte Sache oder?

 

Denkste! Ein Szenario solltest Du unbedingt beachten:

Angenommen, Du würdest die Aktie ewig lange liegen lassen und steuerfreie Dividenden in Höhe von insgesamt 15 EUR kassieren. Diese Dividenden würden dann vom Wert her den Kaufkurs der Aktie übersteigen. Dadurch würde der theoretische Kaufkurs  laut Formel bei -5 EUR liegen und wäre negativ. Nehmen wir jetzt an, die Aktie wäre noch auf 1 EUR gefallen, und Du hättest tatsächlich verkauft.

 

1 EUR – (10 EUR – 15 EUR) = 6 EUR müssen nachversteuert werden.

Am Ende müsstest Du je Aktie 6 EUR mit der ASt (inkl. Soli) von ~27% nachversteuern. Das macht pro Aktie ungefähr 1,62 EUR.

Klingt ja erstmal gerecht. Schließlich hast Du auch über Jahre hinweg 15 EUR je Aktie an Dividende erhalten. Jetzt kommt aber die Ernüchterung, was Du vor Verkauf unbedingt berücksichtigen musst:

Deine im Nachhinein zu verrichtende Steuer frisst komplett Deine Erlöse nach Verkauf der Aktien auf (1,62 EUR Steuer > 1 EUR Verkaufspreis).

 

Darüber solltest Du Dir unbedingt vor Verkauf im Klaren sein. In diesem Fall hättest Du die Aktien nämlich besser behalten und weiterhin Dividende kassiert statt sie bei diesem niedrigen Kurs zu verkaufen. Berechne deshalb bei Aktien, die eine steuerfreie Dividende ausschütten, immer vor Verkauf Deine zu erwartende Steuernachzahlung.

 

Warum ist das Ganze so wichtig?

Am Ende des Tages geht es um die Netto-Gesamtrendite. Und diese setzt sich eben nicht nur aus der Dividende (nach Steuer) zusammen, sondern auch aus den Kursgewinnen (nach Steuer).

 

Und aus diesem Grund möchte ich in Teil 4 eine Diskussion anzetteln. Ist die Dividendenstrategie (obwohl von vielen geschätzt) vielleicht nur ein großer Selbstbetrug? Sind Dividenden-Strategen allesamt Opfer von linker Tasche rechte Tasche? Oder alles Quatsch und einfach nur der Neid typischer Buchwertaktionäre? Meine persönliche Meinung mit Bezug zu anderen Bloggerkollegen folgt demnächst.

 

 

Verpasst? 

Teil 1: Dividenden - Die Grundlagen

Teil 2: Die zeitliche Abfolge bei Dividenden

 

In Arbeit:

Teil 4: Unterliegen Anhänger der Dividendenstrategie einer "linke Tasche, rechte Tasche-Milchmädchenrechnung"?

 

 

In diesem Video erklären die Kollegen das Thema auch noch mal sehr gut zusammenfassend!

 

Hochdividendenwerte - Buchempfehlung

Ist Dein Interesse an der Dividendenstrategie geweckt? Wie fast alles kann man auch die auf die Spitze treiben ;)

 

Im Ägyptenurlaub habe ich das Buch meines Blogger- und FinanzTalk-Kollegen Luis Pazos gelesen. Es heißt "Bargeld statt Buchgewinn"* und behandelt ausführlich und sehr gut beschrieben das Thema Hochdividendenwerte. Ausschüttungen ab 5% p.a. werden hier genauer unter die Lupe genommen!

 

 

 

Der Aktienmarkt bietet ein viel breiteres Spektrum an, als den meisten Anlegern bewusst ist. Vor allem Anlagemöglichkeiten im englischsprachigen Raum werden oft außer Acht gelassen, doch gibt es gerade hier hervorragende Möglichkeiten, das passive Einkommen durch Dividenden zu erhöhen. Luis Pazos beschreibt untypische Anlagebeispiele wie Income Trusts, Master Limited Partnerships, Convertible Bonds und Real Estate Investment Trusts. Praxisorientierte Ratschläge zu Depotauswahl, Recherchequellen, Titelauswahl sowie Portfoliostrukturierung und wichtige steuerrechtliche Aspekte ergänzen den kompakten Einstieg.

 

 

 

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Und bei Dir so?

Bist Du auch Dividendenempfänger? Hast Du Dich mit den unterschiedlichen steuerlichen Gegebenheiten der verschiedenen Länder auseinandergesetzt und schon Erfahrungen mit der Quellensteuererstattung gemacht? 

 

Was sind Deine PROs und CONs der Dividendenstrategie?

 

Ich freue mich auf Deine Kommentare und Fragen!  

 

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Titelbild: © Markus Spiske (CCO Creative Commons; bearbeitet von V.  Willkomm)

weitere Bilder:  © V. Willkomm privat


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Kommentare: 4
  • #1

    Christian Wimmer (Montag, 25 Juni 2018 19:07)

    Ich bin Dividendensammler. Ich kaufe aktuell ganz bewusst nur Aktien aus Ländern die "steuereinfach" sind. Habe einfach keine Lust mich mit dem Steuerkrams rumzuschlagen nur um dann mal 5 Euro Dividenden z.B. aus der Schweiz zurückzuholen.

  • #2

    Vermögensanleger (Mittwoch, 27 Juni 2018 08:03)

    Hallo Vincent,

    vielen Dank für die Blumen. Seit einigen Tagen gibt es beim BzSt eine aktualisierte Version der Liste mit den DBA-Staaten. Demnach wird zum Beispiel in Frankreich seit 2018 nur noch 12,8 % Qhellensteuer erhoben. Leider wurde das nach meinem Kenntnisstand bislang von der Lagerstelle bzw. den Depotbanken noch nicht umgesetzt. Ich bin gespannt wie sich das entwickelt. Ich muss bei mir die Liste in den kommenden Tagen auch erst aktualisieren.

    Schöne Grüße
    Marco

  • #3

    Vincent (Mittwoch, 27 Juni 2018 19:13)

    Hallo Marco!
    Die Blumen stehen dir zu :)
    Das Jahr 2018 ist ja schon ein paar Tage alt aber Frankreich behält bei meiner Total-Dividende leider weiterhin 30% Quellensteuer ein.
    Bin mal gespannt, wann sich das intern bei unseren Nachbarn rumspricht, dass sie die Quellensteuer gesenkt haben...
    Danke für den Hoffnungsschimmer :)
    Gruß
    Vincent

  • #4

    Vincent (Donnerstag, 28 Juni 2018 09:45)

    Hallo Christian,
    das ist natürlich auch eine Möglichkeit.
    Aber als Dividendensammler ohne diese selbstauferlegte Beschränkung kommt eben schnell auf auf Rückforderungsbeträge, die weit oberhalb der von dir genannten 5€ liegen. Dann macht das Rückforderungsprozedere eben Sinn auch, wenn es nicht immer Spaß macht.

    Beste Grüße
    Vincent